14. Juni 2017

Ich sitze im Garten auf der Terasse. In meinen Ohren dröhnt die Musik mit maximaler Lautstärke, aber immer noch nicht laut genug um die Gedanken zu übertönen. Nichts will heute helfen. Serien, YouTube, lesen, ich finde keine Ablenkung. Gerade die Küche aufgeräumt, ich hätte noch so viele andere Dinge zu tun, aber ich finde weder Energie noch Motivation dafür. Möchte durchgehend weinen, aber tagsüber darf ich das nicht. Bereits eine „große“ und eine „kleine“ Panikattacke hinter mir heute. Es ist so erschöpfend. Anspannung auf höchstem Level, ohne Aussicht auf Erleichterung. 

Ich habe noch genauf anderthalb Stunden Zeit den Kurs zu bestätigen. Ich schaffe es nicht. Beim Gedanken daran bekomme ich ein Ziehen im Magen, meine Finger fangen an zu zittern und mein ohnehin komplett verspannter Körper krampft sich noch mehr zusammen. Also werde ich es lassen. Ich wähle zwischen zwei Übeln, und ich wähle das (hoffentlich) kleinere. Und hasse mich dafür so sehr, dass ich große Kraft aufbringen muss mich nicht sofort zu schlagen. 

Ich bin so müde. Ich habe so schlecht geschlafen, ich hätte es auch ganz sein lassen können. Dementsprechend fühlen sich meine Augen und mein Kopf. In meiner linken Schläfe pocht ein Schmerz als hätte ich mir etwas sehr schweres dagegen geschlagen.  

Ich versage. Jeden Tag wieder. In allem und ohne Ausnahme. In ca. einem Monat muss ich zu meiner Hausärztin. Sie muss bestätigen dass ich aus medizinischer Sicht die Ausbildung machen kann. Ich muss anfangen mich darauf vorzubereiten. Auf die Fragen die kommen werden. Ich wurde seit einer Ewigkeit nicht mehr ernsthaft gefragt wie es mir geht. Ich muss vollkommen überzeugend sein (und das ist bei dieser Frau alles andere als leicht). Ich hoffe sie fragt nicht näher nach, auch wegen Tabletten und so. Ich bezweifle dass sie begeistert ist wenn sie hört dass ich nichts mehr nehme. Ich bin so froh wenn ich das auch hinter mir habe. Aber bis dahin muss noch viel Zeit vergehen. Die ich vollkommen unbeschadet überstehen muss. 

Bis zum 24. Juni muss ich ein Geburtstagsgeschenk für K. finden. Stress-Level 1000. Ich kann sowas einfach nicht. Ich bin nicht kreativ und nichts. Und bei allem habe ich Angst dass es ihr nicht gefallen könnte. Ich schenke Menschen gerne etwas, gebe auch gerne mal etwas mehr Geld aus, freue mich darüber wenn sie sich freuen, aber ich muss zu 100% wissen, sonst ist es ne Katastrophe. Wieder etwas worin ich scheiße bin. Aber naja, gibt ja auch nichts wo ich das nicht wäre.

Heute Nacht will ich schlafen. Tief und nach Möglichkeit traumlos. Heute Abend kann ich auch was dafür nehmen. Morgen früh sind meine Eltern wieder da und ich muss nicht aufstehen, also ist alles drin. Aber vorher muss ich noch viel schaffen. Mit den Hunden raus, nach dem gemeinsamen Abendessen mit Oma besagtes Essen auch drinbehalten, und im Bestfall noch Bad aufräumen und meinen Kleiderschrank ausmisten (falls ich das nicht schaffe darf ich mir von Mama wieder fein was anhören von wegen ich hab dich vor 5 Tagen drum gebeten dass du das in der Zeit machst usw. , und sie hat ja Recht, gerade den Schrank schiebe ich schon seit Ewigkeiten vor mir her….)

Auf die Waage trau ich mich schon seit ner Woche nicht mehr. Ich denke die gestiegene Zahl würde ich im Moment nicht verkraften. Die nächsten Tage muss ich mal schauen dass ich wieder unter 500 kcal bleibe, und Sport machen egal ob das Bein noch weh tut. Ist schon eine Schande wie ich aussehe. 

Meine Cousine stand heute völlig unerwartet mitsamt Kind vor der Tür. Bin froh dass Oma mit ihr zu sich rüber gegangen ist. Ich habe weder die Kraft noch die Nerven für derartigen sozialen Kontakt. Außerdem bin ich wütend auf sie. Sie meldet sich nie bei uns, und nicht mal zu Opas Beerdigung ist sie gekommen weil sie „niemanden fürs Kind gefunden hat“ (Ausrede, ihrem eigenen Vater traut sie nicht zu mal 2 Stunden auf nen 3 Jährigen aufzupassen und der Familie von ihrem Mann war alles andere wichtiger, aber auf hoch christlich machen immer inklusive Bibel-Sprüchen und allem ne -.- und bei Oma hat sie sich erst gemeldet nachdem meine Mutter meiner Tante das beim großen Streit vorgeworfen hat als sie behauptet hat wir würden sie alle nicht mögen. Sorry aber ich habe kein Verständnis dafür. 

Außerdem reden sie vielleicht über Opa. Und ich hasse es. Ich komm damit nicht klar, will die Geschichte nicht zum 100. Mal neu aufrollen. Es ist schwer genug zu ertragen wenn Oma von ihm redet. Ich will nicht darüber nachdenken, will den Schmerz nicht fühlen müssen. 

Ich sollte jetzt meinen fetten Arsch hochbekommen und was tun. Aber ich finde keinerlei Energie in mir. Aber ich muss. Irgendwie. Funktionieren. Das Wort das meinen Lebensinhalt, meinen Lebenszweck beschreibt. 

Gerade rauscht „We Won’t Stop Dreaming“ in meine Ohren. Das Lied könnte nicht weniger passen. Ich habe schon vor sehr langer Zeit aufgehört wirklich zu träumen. 

Edit: haha dachte ich könnte noch versuchen mich mit meinem Bullet-Journal abzulenken. Aber nein, ich kann weder richtig schreiben noch zeichnen weil meine Hände zu stark zittern. Ganz toll…

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05. April 2017

Ich würde so gerne darüber schreiben wie gut es mir geht. Wie ich alles schaffe. Und glücklich bin. Aber das wäre gelogen. Und mein Leben besteht wohl schon aus genug Lügen…

Nein, die Realität sieht anders aus. Ich bin durchgehend niedergeschlagen. Nur noch müde von allem. Nichts macht Spaß. Nichts ist gut.

Die letzte Nacht war mal wieder sehr anstrengend. Aber es ist ja auch immer anstrengend wenn einen etwas einholt was man wegschieben will, von dem man sich selbst einreden will es sei in Ordnung. Denn eigentlich ist es das ganz und gar nicht. Ich weiß selbst nicht warum es gerade wieder letzte Nacht hochkam. Vermutlich gibt es auch keinen speziellen Grund, es war wohl einfach mal wieder an der Zeit.

Das leidige Thema Zukunft. Das ewige allein sein. Das Leben mit der Gewissheit dass sich daran auch nichts ändern wird. Dass ich nie genug sein werde. Nie eine Beziehung haben werde, ganz zu schweigen von Kindern. Nicht dass ich welche wollen würde, ich wäre eine schreckliche Mutter. Aber meine Eltern werden nie meine Hochzeit erleben, nie Enkelkinder haben. Und darum tut es mir leid. Sehr sogar…

Ich bin einsam. Es fällt schwer sich das einzugestehen, aber es ist so. Und ich kann daran auch nichts ändern. Ich bin zu unfähig für alles. Freundschaft? Was ist das. Wenn ich ganz ehrlich bin gibt es das in meinem Leben nicht mehr. Die 2 Personen, die ich früher vielleicht noch Freundinnen genannt hätte….wenn ich knallhart ehrlich bin sind es doch nur noch Bekannte. Ein, zwei, Nachrichten die Woche, wenn es super gut läuft. Ein Treffen alle 2 Wochen, ebenfalls wenn es gut läuft. Banalitäten austauschen. Nicht unbedingt was bei mir unter den Begriff Freundschaft fällt. Es gab Zeiten da war das anders. Aber ich vielleicht war ich da auch noch nicht so sozial unfähig. Keine Ahnung. Es ist Vergangenheit. Und irgendwo tief in mir drin resultiert daraus ein stechender Schmerz, den ich in der Regel gut im Griff habe, der aber im Moment wieder versucht die Oberhand zu gewinnen.

Uni wird wohl auch nichts dieses Semester. Hatte mich für 3 Kurse angemeldet, im Losverfahren keinen einzigen davon bekommen. Naja, nichts neues. Wann hatte ich schon mal wirklich Glück im Leben. Stehe jetzt auf der Warteliste, aber ich mache mir keine Hoffnungen. Dann belege ich dieses Semester einfach Kurse, die mich nicht interessieren. Und werde dementsprechend vermutlich keinen einzigen Tag in der Uni sein. Hat vielleicht auch was. Dann muss ich wenigstens nicht das Haus verlassen. Und es spart eine Menge Geld (Zug). Das Geld kann ich gut für die Ausbildung gebrauchen. 200-300 €, je nachdem wieviel reduziert wird, da kann ich jeden Cent der eingespart wird doch gut verwenden.

Ich sehne mich nach Entspannung. Nicht einfach nur rumgammeln, wie ich es eh den ganzen Tag mache. Sondern Momente in denen es mir gut geht, ich nicht von den Sorgen und Ängsten zerrissen werde. Eine Pause von allem. Nichts fühlen müssen. Ich wüsste natürlich, wie ich das bekommen könnte, aber das geht ja nicht. Ich darf keine Spuren hinterlassen. Niemand darf wissen dass es mir nicht gut geht. Schließlich steht ja auch noch das äztliche Gutachten zur Berufseignung an, das darf ich nicht vermasseln.

Ich glaube mittlerweile dass die Tabletten tatsächlich eine Wirkung hatten. Und dass es mir auch durch das Absetzen jetzt Tag für Tag schlechter geht. Aber darüber zu jammern hilft ja auch nichts. Jetzt ist es nun mal so, und ich muss irgendwie versuchen damit zu leben.

Heute werde ich wohl nicht mehr lange aufbleiben. Wir haben Besuch und reden und lächeln ist mir zu anstrengend. Ich bin zu müde….

Beyond the Night

Die letzte Nacht war hart. Der Schmerz fast unerträglich. Und sehr schwer in Worte zu fassen. 

Aber: der Kampf war wohl nicht umsonst. Denn so schlimm es auch war, es hat irgendetwas tief in mir drin hervorgebracht. Vielleicht eine Art Reserve-Energie, die geschlafen hat bis sie auch wirklich dringendst benötigt wird. Diese Energie hat sich zu Motivation transformiert. Motivation die mich antreibt nicht länger auf diesem Weg weiterzugehen. Diesem Weg, der in den letzten Monaten daraus bestand kampflos Stück für Stück unterzugehen. 

Habe ich also heute gelernt? Nein, habe ich nicht. Damit bin ich nicht zufrieden, kann aber damit leben, und das ist auch schon mal was. Ich werde morgen in die Uni fahren und diese dämliche Klausur schreiben. Ich werde nicht bestehen, darauf war ich aber ohnehin eingestellt. Ich sehe es vielmehr als ein weiterer Kampf gegen die Angst, in diesem Fall speziell die Angst das Haus zu verlassen und unter Menschen zu sein. Und wenn ich das morgen schaffe ohne danach einfach nur sterben zu wollen, sehe ich es als Erfolg an. 

Was also habe ich heute gemacht? Schließlich habe ich behauptet Motivation gefunden zu haben. Ich habe angefangen mich wieder zu strukturieren. Ich habe Ziele formuliert, mit kleineren Unterpunkten wie diese Ziele erreicht werden können. Es sind keine „konkreten“ Ziele. Sondern allgemeine, mit dem großen Ziel einen guten und gesunden Alltag für mich zu schaffen. 

Ich plane wieder jeden Tag. Zuerst ein paar allgemeine Dinge, dann versuche ich für jeden Tag einen groben Ernährungsplan aufzustellen (auf den ich mich aber gerade jetzt am Anfang nicht komplett verkrampft versteifen will, denn dazu stecke ich im Moment zu sehr in der Essstörung – ich brauche kleine Schritte, ein von heute auf morgen gibt es nicht) und am Schluss gibt es für den Anfang 3-4 Punkte, Dinge die ich erledigen/schaffen will, die dann am Ende des Tages abgehakt werden können. Damit sind nicht nur richtige Aufgaben gemeint, sondern auch bewusst schöne Dinge erleben, einfach auch Dinge die ich sowieso schon mache. Es geht darum alles bewusster wahrzunehmen, nicht den ganzen Tag wir eine leblose Hülle vor mich hinzuvegetieren. 

Außerdem habe ich ein Test-Bullet Journal angefangen. Ich denke dass das etwas für mich ist, und nicht nur zu mehr Struktur verhelfen kann, sondern auch als „Skill“ bzw. sinnvolle Ablenkung sehr gut verwendet werden kann. Vorerst bleibt es aber bei einem Test, etwa einen Monat lang. Denn wenn ich mich sofort da reinstürze könnte es schief gehen. Ich möchte es zwanglos und locker angehen, denn schließlich besteht ja trotz allem die Möglichkeit dass es nicht so klappt, und dann besteht weniger Gefahr dass ich mich dafür selbst fertig mache bzw. verurteile. 

Das war heute ein sehr großer Schritt für mich. Mal wieder. Und es war auch bei weitem nicht leicht. Aber es hinterlässt ein positives Gefühl. Und es zeigt mir, die letzten Klinikaufenthalte waren nicht umsonst. Ich habe eine Menge über mich gelernt, und versuche jetzt das wieder anzuwenden. Und auch Erkenntnisse und Rückmeldungen von damals nicht weiter wegzuschieben. Essstörung, Depression, PTBS usw. anzuerkennen, nicht zu verleugnen. 

Ich habe bis September Zeit wieder ein bisschen auf die Beine zu kommen. Das sollte zu schaffen sein.

Das alles ist nur ein kleiner Anfang. Es geht mir damit ein wenig besser, aber dieser eine Tag löst ganz bestimmt nicht all meine Probleme in Luft auf. Ich bin trotzdem noch von Angst zerfressen. Ich muss trotzdem noch mit Tränen kämpfen. Ich kann meinen Körper trotzdem nicht ansehen oder an ihn denken ohne mich zu hassen. Und von den Dingen die mir die Vergangenheit ruiniert hat will ich gar nicht erst anfangen (dass sich das nicht mehr ändern wird, dass weiß ich und habe mehr oder weniger gelernt mit diesen Einschränkungen zu leben (Stichwort Beziehung, Familie etc.) auch wenn es sehr schmerzhaft ist darüber nachzudenken sobald es meine Eltern betrifft, keine Enkel etc. Ich glaube damit werde ich wohl nie ganz fertig werden, aber dann ist es halt so). Oh, irgendwie habe ich doch noch damit angefangen, naja egal, mein Blog/Tagebuch – meine Texte/Inhalte/Themen.  Ich bin immer noch eine Katastrophe im Sozialleben, immer noch die schlechteste Freundin die man haben kann, aber auch daran kann ich arbeiten. Kleine Schritte eben. Und die 2 Freundinnen die ich habe, die werden geduldig auf mich warten, und nehmen mich auch im Moment so wie ich bin. Eigentlich sind sie ein Geschenk das ich nicht verdient habe.

Und um das ganze Geschwafel jetzt zu beenden, denn es ist schon wieder nach Mitternacht und ich muss um 6 aufstehen, noch eine unnötige Nebeninformation: meine Haare sind jetzt gute 6-7 cm kürzer. Das ist bitter, denn meine Haare wachsen in der Geschwindigkeit einer, ähm, kriechbehinderten (gehbehindert kann man da ja nicht sagen) Schnecke, aber sie sehen endlich wieder gesund aus, und das ist auch was wert 🙂

Btw: Der Titel von diesem Eintrag ist der Name von einem Lied, dass ich vor Jahren mal gefunden hae. Ist eigentlich kein „richtiges“ Lied, sondern ein Lied dass ich gehört habe als es in einer Sci-Fi Serie, die mein Vater immer anschaut, vorkam. Es geht dabei eigentlich um Frieden nach dem Tod, vom Ende allen Schmerzes und Leids. Es ist eine schöne Szene und das Lied ist auch sehr schön. Irgendwie kam es mir heute in den Sinn und hat daher so seinen Platz im heutigen Tagebucheintrag bekommen.

Durchhalten

Zwanzig nach eins. Alles ist dunkel. Nur das leuchten des Handys sticht in meinen Augen. Schlaflos trotz Müdigkeit. Zu viele Gedanken. Zu viel Angst. 

Am Dienstag ist die Mathe Klausur. Ich habe nichts gemacht. Habe jeden Gedanken daran weggeschoben. War deswegen wütend auf mich selbst, aber dennoch so machtlos. Morgen wird den ganzen Tag gelernt. Es wird nichts bringen. Dass mich diese Klausur so gnadenlos stresst obwohl es mir praktisch ja egal sein könnte macht mich fertig. Denn so oder so ist es „versagen“.  

Morgen. Ähm nein, ist ja schon heute, steht außerdem noch Friseur an. Seit der OP sind meine Haare nur noch kaputt und nichts was ich mache hilft. Das gleiche Problem mit der Haut. Der krasse Unterschied zwischen“OP-Seite“ und normaler Seite ist sogar meiner Mutter schon aufgefallen. Das alles ist für mein Selbstwertgefühl nicht wirklich förderlich. Irgendwo in mir drin sehne ich mich nach einer starken Veränderung. Haare ab, andere Farbe, irgendwas. Aber dann auch wieder lieber nicht. 

Hauptinhalt meines Lebens ist nur noch Angst. So stark ausgeprägt war es noch nie. Ich verlasse das Haus eigentlich gar nicht mehr. Autofahren ist ne Katastrophe. Soziale Kontakte machen Angst. Die Zukunft macht Angst. Und diese Ängste haben fatale Auswirkungen. Ich bin gelähmt. Morgen muss ich den Vertrag abschicken. Habe ich bisher nicht geschafft, weil Angst. Angst dass was schiefgehen könnte. Ich bin nur noch müde, fühle mich komplett gerädert. Die Angst stresst. Die Anspannung teilweise unerträglich. Ich mache eigentlich den ganzen Tag nichts mehr. Bin depressiv. Die kleinsten Dinge fallen schwer. Duschen, anziehen, Haare machen, alles unglaublich schwer, an manchen Tagen auch zu schwer. Das ist unglaublich peinlich und erniedrigend, aber nun mal die harte Realität. Ich weine nicht mehr. Ich weigere mich. Fast stündlich kämpfe ich mit den Tränen die sich in meine Augen drängen. Oft völlig ohne erkennbaren Grund. Aber ich lasse es nicht zu. Ich habe es nicht verdient zu weinen. 

Abnehmen läuft auch nicht. Ich habe es eine Woche lang geschafft. „Gesund“ wollte ich es haben. Dann nicht mehr. Ich schwanke zwischen Extremen. Entweder ich zwinge mich konkret nichts zu essen und Kalorien zu zählen, und dann führt essen unweigerlich zum erbrechen. Wenn ich das bewusst zu verhindern versuche, falle ich ins andere Extrem. Ein dazwischen gibt es nicht mehr. Selbsthass bestimmt neben der Angst alles. Ein Grund mehr zuhause zu bleiben. Unsichtbar zu sein. Ich bekomme täglich von meiner Mutter Kommentare bezüglich meiner Ernährung, Sport und meinem Gewicht. Sie meint es nicht böse, das weiß ich, aber es verschlimmert alles nur. Aber die Wahrheit kann ich ihr ja auch nicht sagen. Also ertrage ich. 

Ich habe häufig Panikattacken. Meist verstecke ich mich dann in meinem Zimmer. Versuche die Geräusche die ich dann von mir gebe (denn dann kann ich nicht mehr richtig atmen und keuche und hyperventiliere) so gering wie möglich zu halten oder irgendwie im Kissen oder in der Matratze oder was auch immer grade in erreichbarer Nähe ist zu ersticken (hilft beim Atemproblem übrigens auch nicht wirklich -.-) 

Möchte so oft einfach sterben. Und dann zerreißt es mich wieder innerlich, denn es ist unmöglich. Sich das unmögliche zu wünschen ist sehr sehr schmerzhaft. 

Bin komplett allein mit allem. Heute morgen bin ich aufgewacht und war so traurig. Ich hatte geträumt wie ich mit jemandem gesprochen habe. Über alles. Die reine Wahrheit. Ich kann mich nicht erinnern wer es war. Aber ich glaube das ist auch gar nicht der Punkt. Der Punkt ist dass es ein Traum war und bleibt. Und diese Erkenntnis tut weh. Macht traurig. Und bestärkt nur noch das Gefühl allein dazustehen. Allein zu kämpfen. Diese für alle anderen unsichtbare Schlacht auszutragen. 

Ich sehe/höre wie andere Hilfe haben. Therapie, Klinik, Freunde und Familie etc. Und ich bin neidisch. Nicht auf die Hilfe an sich, sondern eher darauf dass sie „sich zeigen“ können. Ich existiere nur einfach vor mich hin. Angepasst. Bin nie wirklich „ich“. Da erinnere ich mich wieder daran, wie Frau Körpertherapeutin mich in der Klinik mal ganz ernst fragte ob ich je darüber nachgedacht hätte Schauspielerin zu werden, denn das beherrsche ich ja wirklich. Erst fand ich den Gedanke ja sehr lustig, denn mal ehrlich ich und Schauspielerin?! (Weil ich es ja soll sehr liebe beobachtet/angeschaut zu werden). Aber sie hatte recht. Ich wäre vermutlich wirklich gut darin, denn was anderes mache ich ja nicht. Ich bin immer nur in einer Hülle, einer Maske die ich mir nach Bedarf zurecht modelliere. Sofern ich nicht allein bin. Ich glaube nicht dass ich jemals wieder in der Lage sein werde in Gegenwart einer anderen Person einfach nur „ich“ zu sein. Eigentlich bin ich eine wandelnde Lüge. Erbärmlich. 

 Jetzt ist es gleich 2 Uhr morgens. Ich habe versucht sämtliche Gedanken die mir grade kamen einfach runterzuschreiben( vermutlich ist der Text voll mit Fehlern und ergibt gar keinen Sinn, aber egal). Um vielleicht besser schlafen zu können. Nicht wieder so etwas träumen zu müssen. Jetzt ist da nur noch Leere. Ich bin noch müder als zuvor, meine Augen brennen. Ich frage mich ob ich jetzt dann schlafen kann, oder ob mich die Angst wieder einholen wird, mit Gedanken an morgen, übermorgen, mein Leben, die Zukunft. Ich hoffe nicht. Ich brauche ne Pause. Erholsamer Schlaf ist kostbar geworden. Und wird bitter benötigt.

Edit: ich war noch bis nach vier wach, habe gegen Tränen gekämpft die einfach nicht aufhören wollten aus meinen Augen zu störmen. Jetzt bin ich aufgestanden, todmüde, nicht im geringsten ausgeruht, meine Augen tun weh und alles ist nur zum kotzen. 

es ist mal wieder so weit

alles wieder unter null. Möchte weg aus dieser Welt diesem Leben. Möchte mich verstecken, davonlaufen. Kennt ihr das Gefühl im Körper, wenn man kurz davor ist loszuheulen, es nicht mehr zurückhalten kann? Möchte schreien, mir weh tun, mich zerstören. Möchte dass der Schmerz aufhört. Nicht mehr fühlen, nicht mehr erinnern, nicht mehr denken. Nicht mehr existieren. Bin vor viel Stunden aufgestanden, und gehe jetzt wieder ins Bett, denn ich ertrage es nicht mehr. Und es ist der einzige sichere Ort. Der einzige Ort an dem ich „ich“ sein kann. Der einzige Ort an dem ich den Tränen freien Lauf lassen kann, an dem ich mich vor Schmerz krümmen kann. Der einzige Ort, an dem keine Maske auf meinem Gesicht liegen muss.

Am Montag hätte ich noch Mathe Klausur. Aber ich werd nicht gehen. Bekomme eh nichts geschissen in meinem verfickten Leben. Also was solls.

Morgen muss und übermorgen muss ich notgedrungen das Haus verlassen. Aber das wars dann für eine richtig lange Zeit. Ertrage es nicht.

Ach ja Fun Fact am Rande: Meine Tabletten gehen in exakt 20 Tage aus. Bin zu feige bei Frau Psychiaterin anzurufen und einen Termin auszumachen, also wars das auch mit der medikamentösen Therapie. Aber egal. Ist doch alles egal.

Das einzige was noch  zählt ist am Leben zu bleiben. Für die Familie. Eltern sind Gott sei Dank viel zu sehr mit wichtigerem (Verein) beschäftigt um meinen Zusammenbruch in wenigen Mitnuten zu bemerken. Um überhaupt zu merken dass ich nach vier Stunden wieder ins Bett verschwinde. Die Buchstaben fangen an vor meinen Augen zu verschwimmen. Zeit so schnell wie möglich ins dunkle Zimmer zu fliehen. Wo mich keiner sieht. Wo ich hingehöre….
PS: da das Internet voll von diesen „guten Menschen“ ist die sich jetzt denken: Hör auf zu jammern sonstwo auf der Welt ist Krieg und Leid und in dieser Sekunde stirbt ein Kind… ja verfickt nochmal das weiß ich und ich hasse mich dafür und glaubt mir wenn es irgendwie möglich wäre würde ich mit diesem Kind tauschen. Aber ich kann es nicht. Sorry for being this fucked bitch. 

Musste jetzt auch mal raus. Ich lese zu viel im Internet. Sollte das lassen….

09. Februar 2017

Heute ist mal wieder einer dieser Tage. Einer der schlimmsten. Einer an dem ich zur Gänze von der Dunkelheit in mir aufgefressen werde. Von der Trauer, der Hilflosigkeit, der Einsamkeit, dem Schmerz.

Heute Nacht wurde ich wach und merkte das mein Gesicht, meine Haare… alles war nass von den Tränen die aus meinen Augen kamen. Und dann realisierte ich dass es wegen dem Traum war. Kein Alptraum wie üblich, aber dennoch…kein Traum der mich positiv stimmt. Ich habe geträumt dass ich mich ausgesprochen habe, einfach alles mal rausgelassen habe, und dass ich verstanden und getröstet wurde. Ich bin nicht mehr ganz/ zu 100% sicher, aber ich glaube die Person der ich mich geöffnet habe war meine ehemalige Therapeutin. Das Schlimme an diesem Traum ist nicht der Inhalt selbst, sondern die Erkenntnis dass es eben nur ein Traum war/ist. Dass ich in der Realität niemanden habe mit dem ich so offen und ehrlich reden kann. Und das tut weh.  Die Erkenntnis wie allein man doch ist. Sich das eingestehen zu müssen.

Es hat ewig gedauert mich wieder zu beruhigen und noch länger bis ich dann wieder schlafen konnte. Dementsprechend fertig war ich als ich mich um fünf aus dem Bett gezwungen habe. Viel Kaffee, frische Luft und Nikotin haben auch nichts gebracht. Bin immer noch todmüde. Und dass der Prof die Mathe Vorlesung mit den Worten „Das reicht dann aber auch, da das Zeug eh nicht prüfungsrelevant ist“ beendet hat macht es auch nicht grade besser. Ich hätte über 3 Stunden länger schlafen können. Aber nein, ich habe mich völlig sinnlos hier her gequält und darf jetzt noch 2 Stunden bis zur nächsten Veranstaltung totschlagen. Natürlich könnte ich lernen, aber die Betonung liegt hier wohl auf könnte. Kann mich nicht im Geringsten mehr konzentrieren, und in meinem Kopf pochen schon die Anzeichen für gewaltige Kopfschmerzen. Würde am liebsten heim fahren, aber das geht nicht. Was er nachher in der Zentralübung macht könnte zu wichtig für das Bestehen der Klausur sein. Will ich nicht riskieren.

D.h. zusammengefasst mir geht es beschissen, ich will eigentlich nur noch tot sein, möchte heulen, schreien, schlafen, und muss diese Gefühle noch bis 16 Uhr aushalten ohne etwas davon nach außen zu zeigen, bevor ich mich endlich in mein Bett verkriechen kann. Und die nächsten 2 Stunden auch noch ohne richtige Beschäftigung. Zum kotzen. Vielleicht versuche ich ein bisschen zu lesen, obwohl ich bezweifle dass daraus viel wird bei meiner Konzentration. Vielleicht auch ein bisschen YouTube, egal, ich brauche ABLENKUNG….

Der Drang zu schneiden war seit Monaten nicht mehr so heftig wie jetzt…..

Die Angst die lähmt 

Schon seit Wochen spüre ich, dass mein derzeitiger Lebensweg mich nicht weiter ins Leben führt, sondern in die Dunkelheit, auf den Weg Richtung Tod. 

Ich glaube es liegt daran, dass ich immer noch nicht das mache was mich ausfüllt. Schon länger merke ich immer deutlicher, dass studieren nicht mein Ding ist. Immer wieder erwische ich mich dabei, mich an das Probearbeiten in den 2 Arztpraxen zurückzuerinnern. Dass mir das unglaublich Spaß gemacht hat, wie interessant alles war. Und wie befriedigend das Gefphl war nachhause zu kommen und zu wissen dass man an diesem Tag etwas getan, etwas geleistet hat. 

Ich bin mir durchaus bewusst dass eine Ausbildung kein Spaziergang ist, anstrengend und schwierig ist, aber ich schaffe es nicht den in den letzten Wochen/Monaten beständig wachsenden Wunsch, das Studium zu beenden und eine Ausbildung anzufangen, abzuschütteln. 

Aber wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, diesen Schritt der Veränderung würde ich niemals schaffen. Zu groß ist die Angst. Die Angst was andere sagen, die Angst davor sich vor allen rechtfertigen zu müssen, die Angst es nicht genommen zu werden, die Angst vor allem. 

Genug davon. Ich muss es irgendwie schaffen das loszuwerden, und einfach wie gehabt weiterzumachen. Ich weiß nur nicht wie. 

Allgemein bestimmt die Angst mein Leben wie gehabt. Angst zu versagen, Angst zu enttäuschen, Angst dass etwas passieren könnte, Angst vor der Zukunft. Die Angst lässt mich nie zur Ruhe kommen, und vor allem nachts ist es die Hölle. Ich brauche Stunden bis ich schlafe, und wenn ich mal zwei Nächte nicht mit heulen verbringe, ist es der pure Luxus. 

Ich habe die Hoffnung, Erleichterung darin zu finden es wenigstens hier mal rausgelassen zu haben. Mal sehen wie das für mich ausgeht…

15. Januar 2016

Es ist Monate her seit ich das letzte Mal auf wordpress war. Und es ist so einiges passiert in der Zeit. Und trotzdem habe ich nicht geschrieben. Hauptsächlich, weil ich es mir nicht erlaube. Denn schreiben bedeutet ganz viel jammern, und das darf ich eigentlich nicht. Und selbst wenn ich es mir erlauben würde, meistens, wenn ich zuhause hin, habe ich nicht die Kraft mich mit mir und meinen Gedanken auseinanderzusetzen. Aber egal.

Ich wurde operiert (furchtbare Erfahrung inklusive Panikattacke bei Narkoseinleitung), der Chirurg hats gut gemacht (ein bisschen sind die Nerven schon geschädigt, in Richtung linkes Ohr ist mein Gesicht ein bisschen taub, und mein linker Mundwinkel bewegt sich weniger beim sprechen als der andere, aber meine Mutter meint das merkt man kaum. Und eigentlich ist es mir auch egal. Mir wird es immer gleichgültiger wie ich aussehe. Irgendwas in mir hat was das angeht angefangen komplett aufzugeben. Ich bin fett, hässlich und kann es ja eh nicht ändern. Und wozu? Wer weß wie lange ich noch lebe, da muss ich nicht auch noch Kraft für sowas verschwenden….

Ich befinde mich wieder in einer steilen Abwärtsspirale, und irgendwie hab ich das Gefühl dass es schlimmer wird als die letzten Male.

Ich war glaube ich vor 4 Monaten (mehr oder weniger) das letzte Mal bei Fraus Psychiaterin. Und ich schaffe es nicht einen Termin auszumachen. Habe Angst davor. Also lass ich es sein, und sehe zu wie meine Tabletten dahinschwinden. Vielleicht hör ich dann einfach auf welche zu nehmen. Bringt ja eh nichts.  Bringt alles nichts.

Was Uni angeht habe ich sämtliche Motivation, jeden Funken Ehrgeiz verloren. Ich weiß dass ich lernen müsste, in am 13. Februar ist die erste Klausur, aber ich schaff es nicht. Es ist mir egal geworden. Vermulich weil ich innerlich weiß dass ich das Ende des Studiums sowieso nicht erleben werde. Weil ich zu müde vom Leben bin. Weil ich zu große Angst vor der Zukunft habe und sie deswegen nicht erleben will. Ein Teufelskreis. Außerdem habe ich durch Krankheit und die anschließende OP inklusive stationärem Aufenthalt und Erholungsphase ne Menge Stoff verpasst….

Die Nächte werden immer mehr zur Qual. Zur reinen Folter.  Ich nehme jeden Abend mind. eine, meisten 2 Tabletten, sonst funktionert schlafen gar nicht, und selbst dann ist der Schlaf unruhig und voller Träume. Und die Zeit bevor ich schlafe….ist die schlimmste Zeit von allen. Denn sobald ich in der Stille meines dunklen Zimmers bin, fließen die Tränen die ich sonst mit aller Macht zurückdränge. Meistens schütteln mich die Tränen dann so stark, dass ich mein Schluchzen in einer wand aus Kissen und der Decke ersticken muss. Meist habe ich Probleme zu atmen vor laute Schmerz und Verzweiflung. Je nachdem wann und wie viele Tabletten ich genommen habe, dauert es viel/wenig Zeit bis ich schlafe. Ich schlafe dann vor Erschöpfung ein, und nicht weil ich mich beruhigt habe. Das kann ich nämlich nicht. Ich stehe zwischendurch auf, und gehe ins Bad wo ich mein Gesicht mit eiskaltem Wasser wasche, und nehme einen feuchten Waschlappen mit den ich mir auf die Augen lege. Das und das MakeUp am nächsten Morgen verhindern in der Regel dass meine Eltern etwas merken, nur ein, zwei Mal in den letzen Wochen hat meine Mutter eine Vermutung angedeutet.       Die restliche Zeit sitzt die Maske.

Hinzu kommt dass ich mit dem rauchen aufgehört habe. Körperlich war es kein Problem. Aber ich habe festgestellt dass ich psychisch dadurch immens an Gleichgewicht verloren habe. Es ist schwieriger tagsüber die Tränen zurückzuhalten. Schwieriger sich zu beruhigen, schwieriger den Stress zu ertragen. Wenn es nach mir ginge würde ich sofort wieder anfangen. Aber das würde endlose Diskussionen mit meinen Eltern nach sich ziehen, die sich damit nie abfinden würden, und dafür fehlt es mir an Kraft. Und überhaupt, dieses ganze beschissene Leben mache ich nur um sie glücklich zu machen, und wenn nicht rauchen dazu beiträgt dann soll es wohl so sein….

Ich habe kaum noch soziale Kontakte. Schreibe kaum noch mit K. oder A. , die einzigen die ich Freunde nennen kann. Ich gehe nicht mehr schießen, ich lese kaum, und auch mit meinen Eltern unterhalte ich mich kaum. Es stört mich meistens nicht, denn es ist einfacher so. Und ich kann die Kraft dafür für andere Dinge einsetzen. Nur manchmal, in schwachen Momenten, denke ich darüber nach wie es wohl wäre Menschen zu haben mit denen man reden kann, offen und ehrlich. Nicht ganz so allein zu sein…Mit J. ist der Kontakt zusammengebrochen. Meine Schuld, erst hab ich ihn immer vertröstet weil ich keine Zeit für ein Treffen habe, dann hab ich ihm nicht mehr geschrieben. Aber egal. Erspart mir doch so einiges.

Mir graut es vor den nächsten Wochen. Vor den Klausuren. Vor dem Selbsthass, den Panikattacken, der Verzweiflung und den Nächten. Weiß nicht wie ich es schaffen soll. Aber igendwie muss es ja gehen.

 

Diesen Blog werde ich vermutlich aufgeben. Es bringt nichts. Das war wahrscheinlich der letze Eintrag hier. Ich sehe keinen Sinn mehr darin. Klar, es ist eine Erleichterung es wenigstens hier rauslassen zu können, aber sobald ich es mir nochmal ansehe überkommt mich eine Welle der Übelkeit, so seh verabscheue ich die Worte die ich schreibe. Das Gejammer, diese erbärmlichen, verachtensweren Sätze. Er stärkt nur den Selbsthass. Da ertrage ich lieber den Druck es in mir zu vergraben. Mal schauen. Ich lass es mir offen, aber ich bezweifle es….

11. November 2016

Nachdem ich im Zug fast komplett eingeschlafen bin, bin ich mittlerweile in der Uni. Früher als mir lieb ist, denn eigentlich hätte ich Freitags ja nur von 12 bis 14 Uhr das doofe EIMI Tutorium. Aber wir machen ab dieser Woche die „Mathe Lerngruppe“. Also eigentlich machen wir nur das Übungsblatt zusammen. Müssten wir eh, wir sollen nämlich immer zu zweit abgeben damit die Übungsleiter weniger korrigieren müssen. 

Trotzdem wäre ich viel lieber noch Zuhause. Ich bin so unendlich müde. Schlafen klappt wirklich so gar nicht im Moment, und ich Trau mich nicht die Promethazin zu nehmen, denn in der Dosis die ich brauchen würde um nur halbwegs vernünftig zu schlafen, befürchte ich dass ich am nächsten Tag erst recht müde wäre… Ich kann also nur verlieren… Ich träume jede Nacht von der OP. Keine schönen Träume… Und als wäre das nicht genug, mischt sich die Vergangenheit wieder täglich in mein Leben ein. Als hätte das eine das andere auf die Idee gebracht. Hatte wohl zu lange „einigermaßen Ruhe“. Alles doof.

Heute Nachmittag muss ich dann unbedingt mit der 1. Studienleistung vom Programmieren fertig werden. Eine Aufgabe von 3 hab ich schon (die muss nur noch kommentiert werden, meiner Meinung nach das schwierigste von allem), und die anderen beiden müssen wenigstens so weit fertig werden dass die Programme funktionieren. Morgen kann ich nichts dran machenm weil wieder Ligaschießen ist und ich arbeiten muss, hab also nur noch den Sonntag. Montag hab ich Uni und um 23:55 muss es abgegeben sein. Stress. Aber bin ja selber schuld. So unfähig….

D.h. die nächsten 2 Wochen nicht ausschlafen. Bin gespannt wie ich mit dem Schlafmangel funktionieren werde. Wenn das mit den Nächten so weiter geht klapp ich wohl früher oder später zusammen…..

09. November 2016

sitze im Zug Richtung Uni. Später als normal, konnte mich einfach nicht aufraffen. Verpasse dadurch ne halbe Stunde der Mathe Übung, aber das ist halt jetzt so.

War gestern also im KH. Der Arzt war zum Glück sehr nett. Er meinte auch dass das ziemlich groß ist. Und dass es raus muss. Er hat mir dann noch ganz grob  erklärt wie sie das machen, aber das wusste ich eh schon. Die lieb gemeinte Beruhigung „die Narbe wird dann von den Haaren verdeckt werden können“ hab ich höflich abgetan. Die Narbe ist mir egal, ich habe so viele, da kommt es auf die auch nicht mehr an.  Viel mehr liegt mir da schon an meinen Gesichtsnerven. Er hat 3 Stunden für die OP angesetzt, und wollte dass sie nen Termin wählt an dem er mit mir morgens ausgeruht anfangen kann… Ich hab trotzdem Riesen Angst…. Werde am 09. Dezember operiert. D.h. übers Wochenende auf jeden Fall im KH. Ich werde versuchen das so kurz wie nur irgendwie möglich zu halten. Es nervt einfach so sehr….

Ein Blick aus dem Fenster, auf eine Welt wie mit Puderzucker bestreut. Ich liebe es so sehr. Hab mich vorgestern so gefreut als es das erste Mal geschneit hat 😍 endlich Winter, und hoffentlich ein besserer als letztes Jahr, der war ja enttäuschend auf ganzer Linie. 

Jetzt die Musik lauter machen, den Anblick genießen so lange er währt, nicht an Uni und all das was ich heute noch erledigen muss denken. Und nicht an die USA denken. Kann es nicht fassen. Klar, Hillary ist auch doof, aber da hätte man doch denken kennen Sie entscheiden sich für das kleinere Übel. Ich verstehe es nicht…. Aber  wir werden sehen….