26. Juli 2017

Ich glaube ich stehe unter Schock. Alles fühlt sich unwirklich an. Atmen fällt schwer. Nebel vor meinen Augen, meine Hände zittern beinahe unkontrollierbar.

Meine Eltern sind nicht da. Meine Mutter hat heute einen Brief von ihrem Bruder bekommen. In der Anahme dass ich ihn, wie die andere Korrespondenz mit ihren Geschwistern auch, würde lesen dürfen habe ich ihn gelesen. Und ich kann nicht mehr. Sie wissen es. Sie hat ihnen das privateste, intimste Geheimnis meines Lebens verraten. Wie vielen hat sie noch davon erzählt? Ich kann nicht mehr. Wie konnte sie mir das antun? Ich bin so unendlich verletzt. Enttäuscht. Wütend. Bin nicht in der Lage das auch nur ansatzweise zu verarbeiten. Ich will sie nie wieder ansehen müssen. Nie wieder mit ihr reden. Wie soll ich heute, wenn sie nach Hause kommen und dann mit Oma auf ihren Namenstag anstoßen, auch nur halbwegs eine gute Miene hinbekommen?

Ich will schreien, ich will bluten, will den Schmerz rauslassen, will vergessen und verschwinden. Mir fehlen die Worte. Ich hätte nicht erwartet, dass es mir tatsächlich noch schlechter gehen könnte als jemals zuvor. Ich habe mich getäuscht. Genauso wie ich mich in meinen Eltern getäuscht habe. Ich wurde verraten. Verletzt. Gedemütigt. Nie wieder werde ich ihnen irgendetwas von mir preisgeben. Im Moment hasse ich sie. Alle. Jeden Menschen auf dieser Welt. Man kann Menschen nicht vertrauen. Das wusste ich. Aber das? Übertrifft alles bisher da gewesene. Meine Anspannung explodiert gerade. Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich spüre meinen Puls in meinen Ohren. Jeder Atemzug ist ein Kampf. Sie haben es nicht verdient, dass ich für sie lebe. Dass ich für sie kämpfe. Nur noch Oma ist da. Also weitermachen – für sie. Alle anderen können mich mal. Ich hab genug. Es ist alles nur zum kotzen. Kotzen? Eine gute Idee. Könnte bisschen Druck wegnehmen…aber es ist vermutlich nie genug Erlösung. Kann es die überhaupt noch geben?

20. Juli 2017

Alles pendelt sich ein, findet seinen Rhythmus. Es ist nichts gutes daran, aber das erwarte ich auch nicht mehr. Nachts schlafe ich gar nicht mehr, vormittags lege ich mich dann noch für 2-4 Stunden hin, und das ist auch eher „nur mal kurz ausruhen und Augen zu machen“.  Ausreichend ist es schon lange nicht mehr. „Richtigen“ Schlaf hatte ich jetzt wann das letzte Mal? Ich weiß es gar nicht mehr. Dementsprechend fühle ich mich. Meine Augen tun weh, sind oft rot und extrem empfindlich. Manchmal sind sie so erschöpft dass ich kaum noch lesen kann, ich muss gefühlt dreifach so häufig blinzeln wie normal, und auch das tut weh. Ich bin schwach, mein Rücken tut weh weil ich ihn kaum noch entspannen kann. Aber das alles ist ok…ich kann damit leben.

Ich bin leer. Da sind keine Emotionen mehr die mir das Leben noch schwerer machen. Da ist einfach nur ein großes Nichts. Das macht alles ein bisschen einfacher.

Ich bin eigentlich nur noch in meinem Zimmer. Nur zum Abendessen oder wenn meine Oma da ist oder zum Gassi gehen verlasse ich es (vom rauchen gehen mal abgesehen, aber da hab ich zum Glück nie Gesellschaft). Es tut so gut. Keine Maske den ganzen Tag lang. Einfach nur allein vor sich hin existieren. Vergraben in Büchern und Geschichten. Weg von allem, weg von der Welt, weg von mir selbst. Ich schwebe hier in einer Art Blase, abgeschirmt und taub. Emotionslos, kalt, alles ist ein bisschen unwirklich. Und trotzdem ist alles noch zu viel. Zu viel Leben, zu viel Ich. Zu viel existieren. Aber ich befinde mich da in einer Einbahnstraße, es gibt keinen Ausweg, und ein zurück gibt es schon gar nicht. Natürlich gäbe es immer die Möglichkeit zu sterben. Es wäre so leicht. Aber diese Türe hab ich für mich verschlossen. Ich weigere mich meiner Familie diesen Schmerz zuzufügen. Ich werde weiterleben, bis sie weg sind. Dann darf ich auch gehen. Bis dahin mache ich weiter. Egal zu welchem Preis.

In meinem Bullet Journal habe ich für jeden Tag eine To-Do-Liste. Und bei jedem Tag befindet sich das Wort „überleben“. 

14. Juli 2017

Ich sitze in der S-Bahn. Klammere mich fast panisch ana Handy. Gar nicht so einfach zu tippen wenn man so verkrampft ist. Meine Anspannung kracht bald durch die Decke. Ich habe Angst. Richtig heftige Angst. Ich war seit Ewigkeiten nicht mehr in dieser großen Stadt. Und ich will auch nicht. Aber da ich ab September wieder 5 Tage die Woche dorthin muss kann ich auch gleich schon damit anfangen mich wieder daran zu gewöhnen. Wie hab ich das all die Jahre einigermaßen problemlos hinbekommen? Wenigstens hab ich die Gewissheit nicht von diesem Bahnhof aus zu fahren. Denn den hasse ich. Zu viele potentielle Gefahren die meine ohnehin existente Angst verfünffachen.

Ich freue mich K. mal wieder „so richtig“ zu treffen, mich mit ihr unterhalten zu können. Aber das macht das alles nicht leichter. Es ist lediglich der Grund mich zwingen zu können. Und irgendwie… ich habe die Hoffnung mich vielleicht überwinden zu können ihr auch nur einen ganz kleinen, winzigen Teil der Wahrheit anvertrauen zu können. Ich weiß dass ich ihr Vertrauen kann, aber ich weiß nicht inwiefern ich mich zwingen kann mal wieder was von dem ganzen scheiß aussprechen zu können. Das konnte ich ja noch nie gut, aber es ist schon sehr sehr lange her dass ich es auch überhaupt mal versucht hätte. 1,5 Jahre schätze ich mal. Mindestens.  Vielleicht hilft ein bisschen Alkohol mir ja auch ein bisschen. Denn wenn ich mich schon zu dieser ganzen Altion überwinde, werd ich es mir zumindest mit ein zwei Cocktails erleichtern.

Ich habe vorhin mit ziemlich großer Überraschung festgestellt, dass ich tatsächlich wieder in eine alte Hose passe. Ich meine klar, die Waage zeigt mir inzwischen über 10 Kilo weniger an, aber man sieht es nicht. Oder sehe nur ich es nicht? Ich hätte diese Hose vermutlich nie in Erwägung gezogen, wenn ich die anderen 2 Alternativen gefunden hätte… Keine Ahnung. Eigentlich ändert es eh nichts. Es ändert nichts daran dass ich nach wie vor fett bin und es ändert nichts daran dass noch weitere 20 Kilo runter müssen. Mindestens… oh man, wie soll ich nachher auch nur einen Bissen runterbringen? Ich hätte das mit essen gehen nicht bejahen sollen…. naja muss ja irgendwie klappen. Aber essen in der Öffentlichkeit? Absolut nicht meine Stärke…. schon gar nicht mit der angstbedingten Übelkeit…obwohl gute Übung für morgen. Essen gehen mit Familie. Das war Mamas brilliante Idee. Oma auf andere Gedanken bringen – ok. Aber musste es gleich essen gehen sein? Was besonderes bestellen hätte doch auch schon gereicht. Und vor allem in einem Restaurant in dem man Gefahr läuft auch noch von Leuten gesehen zu werden die einen kennen? Ne, da bevorzuge ich definitiv die Anonymität in der großen Stadt…

Es ist wirklich extrem nervend wie lange es dauert diesen simplen Text zu schreiben. Nicht nur das erschwerte tippen durch die Anspannung, auch meine Konzentration lässt enorm zu wünschen übrig…. vielleicht verständlich, wenn man bedenkt dass ich vorletzte Nacht überhaupt nicht, und letzte Nacht nur 5 Stunden geschlafen habe. Der Schlafmangel der letzten Zeit macht sich bemerkbar. Meine Augen sind gerötet, und ich bin blasser als sonst schon. Aber es ist wenigstens niemandem aufgefallen. Aber ich bin müde… ich würde so gerne schlafen, aber wer weiß wann ich heute nachhause bzw. ins Bett komme. Und morgen heißt es wieder vergleichsweise früh aufstehen. Und übermorgen dass noch früher. Und in die Kirche. Wegen Opa. Da komm ich also nicht drum rum, obwohl ich wirklich absolut nicht die geringste Lust verspüre eine Kirche zu betreten und so zu tun als würde ich das alles „gutheißen“. Mit fällt kein besseres Wort dafür ein… aber ich habe mit dem ganzen Kram einfach nichts am Hut. Und ich habe Angst vor dem Grab. Ich war seit der Beerdigung nur ein mal, und das auch eher unfreiwillig. Es macht es einfach zu real….ok, schnell die Musik lauter und an was anderes denken. Sonst fange ich wirklich noch an in aller Öffentlichkeit zu heulen….

Edit: und kaum ausm Zug raus weiß ich wieder warum ich es so hasse in dieser Stadt mit diesen vielen Menschen rumzulaufen. Zum Beispiel wegen diesen Jungen Kerlen die in Gruppen rumlaufen und random „I like you whore“ alle paar Meter brüllen….

12. Juli 2017

Ich liege in meinem Zimmer auf dem Sofa, lausche dem Regen der mit wundervoller, beruhigender Wirkung auf das Dachfenster trommelt. Durch das offene Fenster kommt klare, kühle Luft mit diesem typischen Geruch von Regen. Es könnte alles schön sein, wäre da nicht ich. Ich mit den Dämonen in meinem Kopf, überfüllt von negativen Gedanken und Gefühlen. 

Ich hatte heute schon eine kleine bzw. kurze, aber für unsere Verhältnisse heftige Auseinandersetzung mit Mama. Da ich zwar früh aufwache aber meistens noch Stunden im Bett liege, frühstücke ich ja dementsprechend spät. Und was macht sie als erstes als sie gegen halb drei von der Arbeit kommt? Meckern weil mein Geschirr noch rumstand. Ja entschuldigung, das räum ich halt erst weg nachdem ich fertig bin, und nicht schon während ich noch meinen Kaffee trinke. In solchen Momenten kocht die Wut in mir so hoch. Und danach? Da hasse ich mich dann noch mehr. Es ist unfair von mir. Sie kann nicht wissen wie schlimm ich mich fühle. Wie schwer mir alles so schon fällt, ohne ihre Vorwürfe solch „simplere“ Sachen betreffend. Es ist nicht richtig von mir sie dann anzufauchen und kalt zu behandeln. Heute war die Sehnsucht nach Bestrafung wieder enorm hoch. Aber geht ja nicht. Erst lag ich auf meinem Bett, leer und ausgelaugt. Dann hat mich etwas gepackt, dass ich schon von früher von mir kenne. Totaler Rückzug. Alles was noch von mir unten im Wohnzimmer lag gepackt, mein Zimmer aufgeräumt. Und da bin ich nun, die ganze Zeit. Nur zum essen oder rauchen gehe ich runter. Diese Überwindung die es kostet auch nur daran zu denken diesen Raum zu verlassen. Ja, das kenne ich von früher, aber so heftig kam es schon lange nicht mehr vor. Mal sehen ob es ihnen überhaupt auffallen wird. Ich vermute (und hoffe) eher nicht. 

Am Freitag treffe ich mich mit K. Erst in der Stadt und abends ins Kino. Ich will absolut nicht, allein der Gedanke daran löst absolute Panik in mir aus. Aber ich habe es einfach nicht übers Herz gebracht ihr schon wieder nen Korb zu geben. Ich weiß dass sie sowas traurig macht. Also werde ich es irgendwie hinter mich bringen…

Ich darf da jetzt nicht weiter drüber nachdenken. Eigentlich darf ich gar nicht denken. Sonst endet das am Ende wieder mit Tränen, und das geht nicht solange ich meinen Eltern nochmal begegnen könnte. Vielleicht „gönne“ ich mir das heute vorm einschlafen. Vielleicht verschafft es eine kurze Erleichterung, ein bisschen mehr Ruhe in mir. Obwohl ich das ja eher bezweifle, denn das ist eher selten der Fall…

11. Juli 2017

Es gibt Träume, die sind für mich schlimmer als jeder Albtraum nur sein könnte. Letzte Nacht hatte ich wieder so einen. In diesen Träumen erscheinen die Dinge, die ich tief in mir vergraben habe. Die ich mir in wachem Zustand niemals eingestehen will. Hoffnung, Wünsche, Sehnsucht. Und ziemlich erbärmliche noch dazu. Das war wieder so ein Traum. Voller Trost, Verständnis, dem Gefühl nicht allein zu sein, gesehen zu werden, akzeptiert zu werden, die Wahrheit rauslassen zu können. Das Gefühl beim aufwachen ist einfach nur schrecklich. Überwältigt von Verzweiflung, Wut, Traurigkeit, Scham und absoluter Enttäuschung. Eigentlich ist es nicht mit Worten zu beschreiben. Und jetzt sitze ich im Bett, Lichter an, Musik in den Ohren, und mit noch größerer Angst vorm schlafen als ich sie ohnehin schon habe. 

Mein Kopf schmerzt seit Tagen. In Zeiten wie diesen bekomme ich immer Kopfschmerzen. Ist auch irgendwie verständlich wenn man bedenkt, dass ich gar keine Ruhepausen habe. Solange ich wach bin vergrabe ich mich in Büchern und Geschichten, lese eigentlich durchgehend, mit Ausnahme von gemeinsamen Mahlzeiten. Alles bloß nicht nachdenken. Denn dann zerbreche ich in tausend Teile, und im Moment habe ich weder die Kraft noch den Willen mich dann wieder zusammenzusetzen. Kann nicht weiter schreiben. Denn alles kommt hoch, als würde irgendein Monster in mir die Gelegenheit nutzen wollen. Schnell wieder zum Buch greifen. Es liegt hier schon neben mir. Ein Freund der Hilfe verspricht. Mich fliehen lässt. Zumindest ein bisschen. Mal sehen wie lange ich es heute schaffe mich gegen dieErschöpfung  meines Körpers zu wehren. Ich will nicht schlafen. Wenn ich an letzte Nacht denke wird mir schlecht, und ich wäre fast schon so weit mir stattdessen ein paar Albträume zu wünschen. Aber nur fast. Eigentlich wünsche ich mir nur mal eine Nacht ohne irgendeinen Traum. Nur eine. Aber wie heißt dieses dämliche Sprichwort oder was auch immer das ist? Das Leben ist kein Wunschkonzert. Klingt bescheuert, aber könnte nicht mehr Wahrheit enthalten…

„Spontan“ kann ich nicht.

Vor knapp einer Stunde rief meine Großtante an. Ob wir heute Abend nicht spontan zum grillen rüberkommen wollen. Und zack, der Stress-Schalter wurde umgelegt. Anziehen schminken. Begleitet von den Gedanken : Was kann ich essen? Wie viel muss ich essen um nicht unhöflich zu wirken? Wer wird sonst noch da sein? Nur Familie? Wird meine Großcousine da sein? (Superlieb, aber Psychologin was mich in ihrer Gegenwart zutiefst nervös und unsicher sein lässt.) Werde ich viel reden müssen? Hoffentlich fragt mich niemand irgendwas. Hoffentlich kann ich bald wieder nachhause. Ich hasse es. Ich habe praktisch keine Zeit mich auf das vorzubereiten. Ich kann spontan einfach nicht.  Mal ganz davon abgesehen wie scheiße ich heute wieder aussehe. Fett, hässlich, meine Wimpern wollten wie immer nicht so wie ich, die Haut vom heulen eine Katastrophe, usw. Als ob der Tag nicht ohne all das schon scheiße genug gewesen wäre…Jetzt auch noch sowas wie soziale Interaktionen. Und normal wirken. Lächeln. Ich will mich doch einfach nur in meinem Zimmer verkriechen…. Schnell noch 1-2 Zigaretten zur Beruhigung und Haare föhnen. Ich bin gestresst, ich habe Angst und meine Anspannung geht durch die Decke. Und auf Wiedersehen Kalorienziel, das ich heute sogar super eingehalten hätte….

Edit: Gerade ist meine Großcousine rübergekommen. Salat holen oder so. Sie ist also da :/ (ich fühle mich vermutlich auch hauptsächlich so unwohl in ihrer Nähe, weil meine Mutter immer mit ihr über mich geredet hat…Danke dafür…)

15. Juni 2017

Seit einer knappen Stunde sitze ich hier im Bett. Schlafen klappt gar nicht. Selbst schuld, wenn ich halt zu dumm bin rechtzeitig an die Tabletten zu denken.

Ich sitze hier, höre dem Regen zu. Es beruhigt. Das Gewitter fängt an, baut sich langsam auf. Wenigstens der Himmel kann alles rauslassen. 

Der Tag – ein komplettes Chaos. Ich fühle alles, ich fühle nichts. Ich bin unruhig wenn ich sitze, erschöpft wenn ich aufstehe um etwas zu tun. Ich bin wütend/traurig/verzweifelt, ich bin leer. Ich will schreien, ich will für immer verstummen. Alles ist im Wechsel, nie lange genug da um sich daran zu gewöhnen, um damit fertig zu werden. Die Zeit rennt und vergeht quälend langsam. 

Der Streit in der Familie ist mal wieder eskaliert. Wie erwartet – beim Thema Testament. War doch klar. Ich will davon nichts mehr hören. Von meiner Tante will ich nichts mehr wissen. Wie kann man nur so sein? Ich bin das alles so leid. Warum sind manche Menschen nur auf Streit aus? Warum kann man nicht zufrieden sein mit dem was man hat? Warum stellen manche Menschen so viel unwichtiges über Familie und Harmonie? Sie hat ihren Vater verloren und hat nichts besseres zu tun als ihrer Mutter Vorwürfe und ihr das Leben noch schwerer zu machen. Aber das sieht sie wohl nicht so. In ihrer Welt existieren nur sie, ihre Tochter, ihr Enkel, und (wenn er Glück hat) ihr Mann. Alle anderen sind ja nur scheiße zu ihr und böse und müssen bekämpft werden. Ach soll sie doch. Oma hat es glaube ich auch schon aufgegeben auf Besserung zu hoffen. Trotzdem ist das Thema jetzt wahrscheinlich wieder jeden Tag da. Und ich muss es mir anhören, ob ich will oder nicht. Das ist doch zum kotzen.

Die Waage teilte mir heute Morgen nach Tagen derVermeidung überraschenderweise mit dass ich abgenommen habe. Konnte ich mich wenigstens darüber freuen? Nein, konnte ich nicht. Denn ein Blick in den Spiegel bestätigt mir: immer noch um Welten zu fett, immer noch hässlich. Und natürlich hat Fetti heute entgegen dem Plan wieder viel zu viel gefressen. Ekelhaft und verachtenswert. Für jeden Bissen sollte ich eigentlich geschlagen werden. Und das wäre noch das Mindeste von dem was ich eigentlich verdient hätte…

Das Thema Uni schweige ich solange tot, bis sie von selbst drauf kommen. Vielleicht vergessen sie es ja auch, ist ja genug los im Moment. Mir bleibt nichts anderes übrig als abzuwarten und zu hoffen.

Was habe ich heute erreicht? Tja, die größte Leistung war wohl aufstehen und duschen. Sonst rein gar nichts. Wie immer, die Dauer-Versagerin.

Ich habe Magenschmerzen. Wie oft in letzter Zeit. Nicht gerade förderlich auf der Suche nach Schlaf. Die Musik ist zu leise um die Gedanken zu übertönen. Eigentlich auch wie immer. Die Gedanken zu wirr um sie aufschreiben zu können. Ich habe kaum Konzentration für irgendwas übrig. Wie lange sitze ich jetzt schon hier und schreibe diese wenigen Zeilen? Ich weiß es nicht. Der Regen hat aufgehört, auch dieser beruhigende Effekt wurde mir genommen. Kein Gewitter mehr. Durch das Fenster kommt nur Dunkelheit, Stille und abgekühlte Luft. Und gleich liege ich wieder hier, wie jede Nacht, beschäftigt mit der Frage wie es weitergehen soll. Woher ich noch Kraft nehmen soll. Für einen weiteren Tag, eine weitere Woche, einen weiteren Monat. Und wie jede Nacht werde ich keine Antwort finden. Das einzige was klar ist: Ich werde da sein, und muss es überleben. Muss funktionieren. Weitermachen. 

Und hoffentlich bald schlafen. Im Moment bin ich leer, da sind keine Tränen mit denen ich mich herumschlagen muss. Ich verbuche das mal als Pluspunkt. Aber ich brauche Schlaf. Morgen, ach nein, mittlerweile ja schon heute, beginnt der Krieg mit mir selbst bzw. meinem Inneren wie jeden Tag aufs Neue. Weitere Schlachten die zu bewältigen sind. Und dafür sollte ich wohl wenigstens ein bisschen ausgeruht sein. 

14. Juni 2017

Ich sitze im Garten auf der Terasse. In meinen Ohren dröhnt die Musik mit maximaler Lautstärke, aber immer noch nicht laut genug um die Gedanken zu übertönen. Nichts will heute helfen. Serien, YouTube, lesen, ich finde keine Ablenkung. Gerade die Küche aufgeräumt, ich hätte noch so viele andere Dinge zu tun, aber ich finde weder Energie noch Motivation dafür. Möchte durchgehend weinen, aber tagsüber darf ich das nicht. Bereits eine „große“ und eine „kleine“ Panikattacke hinter mir heute. Es ist so erschöpfend. Anspannung auf höchstem Level, ohne Aussicht auf Erleichterung. 

Ich habe noch genauf anderthalb Stunden Zeit den Kurs zu bestätigen. Ich schaffe es nicht. Beim Gedanken daran bekomme ich ein Ziehen im Magen, meine Finger fangen an zu zittern und mein ohnehin komplett verspannter Körper krampft sich noch mehr zusammen. Also werde ich es lassen. Ich wähle zwischen zwei Übeln, und ich wähle das (hoffentlich) kleinere. Und hasse mich dafür so sehr, dass ich große Kraft aufbringen muss mich nicht sofort zu schlagen. 

Ich bin so müde. Ich habe so schlecht geschlafen, ich hätte es auch ganz sein lassen können. Dementsprechend fühlen sich meine Augen und mein Kopf. In meiner linken Schläfe pocht ein Schmerz als hätte ich mir etwas sehr schweres dagegen geschlagen.  

Ich versage. Jeden Tag wieder. In allem und ohne Ausnahme. In ca. einem Monat muss ich zu meiner Hausärztin. Sie muss bestätigen dass ich aus medizinischer Sicht die Ausbildung machen kann. Ich muss anfangen mich darauf vorzubereiten. Auf die Fragen die kommen werden. Ich wurde seit einer Ewigkeit nicht mehr ernsthaft gefragt wie es mir geht. Ich muss vollkommen überzeugend sein (und das ist bei dieser Frau alles andere als leicht). Ich hoffe sie fragt nicht näher nach, auch wegen Tabletten und so. Ich bezweifle dass sie begeistert ist wenn sie hört dass ich nichts mehr nehme. Ich bin so froh wenn ich das auch hinter mir habe. Aber bis dahin muss noch viel Zeit vergehen. Die ich vollkommen unbeschadet überstehen muss. 

Bis zum 24. Juni muss ich ein Geburtstagsgeschenk für K. finden. Stress-Level 1000. Ich kann sowas einfach nicht. Ich bin nicht kreativ und nichts. Und bei allem habe ich Angst dass es ihr nicht gefallen könnte. Ich schenke Menschen gerne etwas, gebe auch gerne mal etwas mehr Geld aus, freue mich darüber wenn sie sich freuen, aber ich muss zu 100% wissen, sonst ist es ne Katastrophe. Wieder etwas worin ich scheiße bin. Aber naja, gibt ja auch nichts wo ich das nicht wäre.

Heute Nacht will ich schlafen. Tief und nach Möglichkeit traumlos. Heute Abend kann ich auch was dafür nehmen. Morgen früh sind meine Eltern wieder da und ich muss nicht aufstehen, also ist alles drin. Aber vorher muss ich noch viel schaffen. Mit den Hunden raus, nach dem gemeinsamen Abendessen mit Oma besagtes Essen auch drinbehalten, und im Bestfall noch Bad aufräumen und meinen Kleiderschrank ausmisten (falls ich das nicht schaffe darf ich mir von Mama wieder fein was anhören von wegen ich hab dich vor 5 Tagen drum gebeten dass du das in der Zeit machst usw. , und sie hat ja Recht, gerade den Schrank schiebe ich schon seit Ewigkeiten vor mir her….)

Auf die Waage trau ich mich schon seit ner Woche nicht mehr. Ich denke die gestiegene Zahl würde ich im Moment nicht verkraften. Die nächsten Tage muss ich mal schauen dass ich wieder unter 500 kcal bleibe, und Sport machen egal ob das Bein noch weh tut. Ist schon eine Schande wie ich aussehe. 

Meine Cousine stand heute völlig unerwartet mitsamt Kind vor der Tür. Bin froh dass Oma mit ihr zu sich rüber gegangen ist. Ich habe weder die Kraft noch die Nerven für derartigen sozialen Kontakt. Außerdem bin ich wütend auf sie. Sie meldet sich nie bei uns, und nicht mal zu Opas Beerdigung ist sie gekommen weil sie „niemanden fürs Kind gefunden hat“ (Ausrede, ihrem eigenen Vater traut sie nicht zu mal 2 Stunden auf nen 3 Jährigen aufzupassen und der Familie von ihrem Mann war alles andere wichtiger, aber auf hoch christlich machen immer inklusive Bibel-Sprüchen und allem ne -.- und bei Oma hat sie sich erst gemeldet nachdem meine Mutter meiner Tante das beim großen Streit vorgeworfen hat als sie behauptet hat wir würden sie alle nicht mögen. Sorry aber ich habe kein Verständnis dafür. 

Außerdem reden sie vielleicht über Opa. Und ich hasse es. Ich komm damit nicht klar, will die Geschichte nicht zum 100. Mal neu aufrollen. Es ist schwer genug zu ertragen wenn Oma von ihm redet. Ich will nicht darüber nachdenken, will den Schmerz nicht fühlen müssen. 

Ich sollte jetzt meinen fetten Arsch hochbekommen und was tun. Aber ich finde keinerlei Energie in mir. Aber ich muss. Irgendwie. Funktionieren. Das Wort das meinen Lebensinhalt, meinen Lebenszweck beschreibt. 

Gerade rauscht „We Won’t Stop Dreaming“ in meine Ohren. Das Lied könnte nicht weniger passen. Ich habe schon vor sehr langer Zeit aufgehört wirklich zu träumen. 

Edit: haha dachte ich könnte noch versuchen mich mit meinem Bullet-Journal abzulenken. Aber nein, ich kann weder richtig schreiben noch zeichnen weil meine Hände zu stark zittern. Ganz toll…

13. Juni 2017

Ich sitze im Bett. Nachdem ich 2 Stunden brauchte um das Weinen unter Kontrolle zu bringen. Nachdem ich mich nach 2 Stunden vom Boden lösen konnte, wacklig aufstehen konnte. Ich sehe schlimm aus. Die Augen rot und geschwollen und brennen. Verschnupft. Halsschmerzen vom kotzen und weinen. Kopfschmerzen. Der ganze Körper schmerzt. Vor allem der Rücken. Von der Anspannung, dem verkrampft auf dem harten Boden liegen. Total am Ende. Jetzt bin ich leer. Als wäre nichts mehr in mir übrig. Irgendwie auch geistig  nur so halb anwesend. Allein.

Die letzte Nacht kaum geschlafen. Den Tag über funktioniert. Geduscht. Geschirr gewaschen, Blumen gegossen. Hunde versorgt und mit ihnen rausgegangen. Mehr hab ich nicht geschafft. Sollte mein Bad aufräumen, Schrank aussortieren und und und. Kriegs nicht hin. Bin so wütend auf mich. Das muss heute besser werden.

Habe mich überwunden und mal ins Uni-Email-Postfach geschaut. Muss bis 14.06. um 18 Uhr ne E-Mail schicken um für den einen Kurs die Teilnahme zu bestätigen. Bin ratlos. Alles in mir schreit „Nein!“. Ich will nicht. Ich kann nicht. Aber wie sollte ich das erklären? Das gäbe nur Streit. Ich habe keine Argumente zu bieten. Ich kann ja schlecht sagen dass ich nicht mehr kann. Darf die Maske gegenüber der Familie nicht verlieren.

Es ist so schwer immer stark sein zu müssen. Immer lügen zu müssen. Immer gut drauf, gesund und „normal“ wirken zu müssen. Das verstärkt das Gefühl komplett allein zu sein. Mit niemandem reden können. Niemanden der zuhört. Vielleicht sogar ein bisschen versteht. Der mir das Gefühl gibt nicht völlig alleine dazustehen. Mit all dem Schmerz, der Realität, der Angst und Verzweiflung. Da wünscht man sich sogar ein paar gut gemeinte Lügen. Jemanden der mir z.B. sagt dass es ok ist dass ich für meine Familie eine gewaltige Enttäuschung bin. Dass es ok ist dass sie nie auf meiner Hochzeit tanzen werden. Nie Enkelkinder haben werden. Dass ich in meinem Leben nichts erreiche.

Ein Teil in mir ist so verzweifelt dass er sich sogar die Tabletten zurückwünscht. In der verzweifelten Hoffnung dass es leichter würde. Aber das ist unmöglich. Also verwerfe ich das am besten gleich wieder.

Ich habe Angst das Licht auszumachen. Das Hörbuch zu pausieren und Kopfhörer, Handy und Laptop wegzulegen. Angst vor den Gedanken die dann wieder auf mich einströmen, gegen die ich machtlos bin. Die harten Fakten die mir ohne Ablenkung pausenlos durch den Kopf gehen. Angst vor den Tränen die dann wieder kommen. Ich will nur schlafen. Traumlos und ruhig. Zu viel verlangt? Anscheinend.

11. Juni 2017

Ich rutsche ab. Immer tiefer in den Abgrund hinein.  Verliere jeglichen Halt. Immer tiefer in den Strudel aus Depression, Angst und Schmerz.

Mein Leben verläuft nicht so wie es sollte. Nun ja, keine Neuigkeit. Aber in den letzten Wochen drifte ich immer weiter weg. Weg vom Leben, der Realität, der Gegenwart und Zukunft. Weg von mir selbst.

Die meisten Tage vergehen mit einem ähnlichen Muster, einem Rhythmus ähnlich. Ich stehe auf, schaue in den Spiegel, hasse mich. Der Tag vergeht, ich bin traurig, hoffnungslos und innerlich leer. Schwankend zwischen „ich muss mich bewegen“ und „schnell irgendwo hinsetzen und irgendwie der Realität entfliehen“. Einsam, mit zu viel Angst davor etwas zu unternehmen um das zu ändern (und wenn es nur ein Whatsapp-Gespräch wäre.) Immer dafür sorgen dass die Familie denkt es wäre alles ok. Abends in den Spiegel schauen und mich hassen. Mich danach in den Schlaf weinen.  Innerlich total am Ende mit allem, aber alles halb so schlimm, man gewöhnt sich irgendwann daran. Und mal ehrlich, was anderes hab ich so oder so nicht verdient.

Und dann gibt es Tage wie heute. Sie sind vergleichsweise selten, aber es gibt sie. Tage, an denen ich die Nerven verliere. Vollkommen aus dem Gleichgewicht und dem einstudierten Rhythmus falle. Voller Wut und Verzweiflung und Ratlosigkeit. An sich ja nicht schlimm, wenn ich es wenigstens an mir auslassen könnte. Aber nein, ich lass es an meinem Umfeld aus. Um mich hinterher nur noch mehr zu hassen, noch wütender zu sein. Noch ratloser. Auch diese Tage gibt es. Doch der heutige Tag übertraf alles der letzten Monate. Ich bin allein zuhause. Ich bin überfordert damit. Hab die 2 Hunde die ich natürlich optimal versorgen soll. Und genau das kann ich nicht. Füttern usw. Kein Problem. Aber mit ihnen rausgehen? Keine Chance. Ich habs versucht. Wollte es wirklich probieren. Die beiden sind verständlicherweise ausgeflippt (vor Vorfreude). Und ich war überfordert. Zu viele Geräusche, zu wenig Platz, zu viel Angst vor dem was kommen wird, und gleichezeitig funktionieren (Leine anlegen, alles zusperren etc.) Aber auch das gemeistert. Und kaum dort angekommen wo wir immer gehen – überall Menschen (+mehrere Hunde). Klar bei dem Wetter geht alle Welt erst um 8 Uhr abends raus. Und das war zu viel. Zu viel Stress, zu viel Angst ZU VIEL von allem. Wieder umgedreht und nachhause. Zuhause waren die 2 verständlicherweise komplett unter Strom (wie sollen sie das auch verstehen?) Viel gebellt usw. Hab geschrien, ein Kissen nach ihnen geworfen. Null Selbstbeherrschung. Hab ihnen Futter gegeben, gestreichelt und geschmust, versucht es wieder gut zu machen. Von ihrer Seite aus ist vermutlich jetzt alles längst wieder gut, aber ich bin innerlich am durchdrehen.

Ich will weinen, aber es geht nicht. Ich will mir weh tun, mich bestrafen, aber es geht nicht. Die Schläge haben nichts bewirkt. Ich habe Klingen und will sie benutzen. Aber ich darf nicht. Will mir Alkohol und Tabletten reinwerfen, mich für ein paar Stunden lahmlegen, aber ich darf nicht. Es gibt keine Worte, die nur annähernd beschreiben könnten wie ich mich fühle. Den Hass, die Verzweiflung, die Traurigkeit. Beim Gedanken daran, morgen wieder aufstehen zu müssen, wieder einen weiteren Tag kämpfen zu müssen, wird mir schlecht und ich möchte am liebsten kotzen. Noch schlimmer, weitere 3 Tage allein zuhause, weitere 3 Tage funktionieren und nicht komplett zusammenzubrechen. Ich habe das Gefühl jetzt, wo ich allein bin, wo es unwahrscheinlicher ist dass es jemand mitbekommt, will alles in mir aufgestaute raus. Und das ist so unglaublich viel. Muss es drinhalten, in mir verstecken. Stark sein. Aber ich weiß nicht wie. In ca. 2 Stunden kommt meine Oma nochmal rüber. Noch mal kurz quatschen und Gute Nacht sagen. Wie soll ich es schaffen zu reden, zu lachen und normal zu wirken? Ich weiß es wirklich nicht.

Objektiv betrachtet habe ich vor Wochen bereits meine eigene Grenze überschritten. Ich habe keine Ahnung wie lange ich es noch aushalte. Wie lange ich es noch schaffe stark zu sein. Am 20. Juni muss ich wieder in die Uni. Und alles in mir weigert sich. Ich kann nicht. Ich will nicht. Und ich habe zu viel Angst das zu sagen. Traue mich nicht mal zu sagen dass ich keine Lust habe. Angst vor Streit deswegen. Also werde ich gehen. Immer und immer weiter über die Grenzen hinaus.  In ein paar Monaten werde ich täglich aus dem Haus müssen. Ständig unter Leuten. Noch mehr funktionieren. Lernen. Leistung bringen. Der Gedanke ist schmerzhaft. Zu wissen wie es weitergehen wird. Tag für Tag für Tag. Noch schwerer und schlimmer als jetzt. Immer weiter und weiter. Gefangen in diesem Leben. Ohne Ausweg. Ohne Hilfsmittel. Ohne Freude. Ohne Hoffnung. Gefangen im „hier sein müssen“. Gefangen im „funktionieren müssen“.  Aber es ist die einzige Option.

Zwischendurch hatte ich die Hoffnung mich an alles zu gewöhnen, zu lernen damit „normal“ zu leben, aber ich krieg es nicht hin. Zu dumm, zu unfähig und zu schwach. Ich habe neulich ein Foto von mir gesehen. Von der Zeit meines 1. Aufenthalts in der KJP. Ich bin zuerst erschrocken. Über den Ausdruck auf meinem Gesicht. Den Ausdruck meiner Augen. Und dann ist mir aufgefallen, dass es derselbe ist den ich auch jetzt trage wenn ich ohne Maske in den Spiegel schaue. Kalt, leer, traurig, leblos. Vielleicht ist er jetzt noch schlimmer, keine Ahnung. Eine traurige Bilanz. Aber das kann man von meinem ganzen Leben behaupten. Von meiner Existenz. Wertlos, zu nichts zu gebrauchen, enttäuschend, peinlich, verachtenswert, hässlich, fett, dumm, kaputt.

Ich kann heute Abend nicht mal Tabletten zum schlafen nehmen, obwohl ich sie so dringend benötige. Denn dann werde ich morgen nicht früh genug wach, und ich muss schließlich gut für die Hunde sorgen. Morgen Abend werde ich gegen halb zehn mit ihnen Gassi gehen. Und es ist mir egal wie ich mich dazu zwinge. Oder welchen Preis ich währenddessen/anschließend dafür zahle.

Wie viel schlimmer kann es ohnehin noch werden? Mein Leben ist farblos, alles ist grau. Mein Leben ist Schmerz, Trauer, Verbitterung, Verzweiflung, Angst. Mein Leben ist kein Leben. Was kann da noch kommen, dass es schlimmer wäre?