30. September 2017

Nachdem ich gestern auf der Heimfahrt im Zug mit leichten Dissoziationen zu kämpfen hatte, war ich danach zuhause den restlichen Tag einfach nur leer. Taub. Kalt. Und am Abend so erschöpft dass ich, während meine Eltern sich mit Oma unterhalten habe, eiskalt auf dem Sofa eingeschlafen bin, und mich dann mit letzter Kraft ins Bett verfrachtet habe.

Heute morgen bin ich aufgewacht und habe darüber nachgedacht. An die gute alte Zeit, als ich noch klein war, als Papa mich in solchen Momenten einfach in den Arm genommen hat und mich nach oben ins Bett getragen hat. Behütet. Sicher. Glücklich. Als ich noch nicht kaputt war. Als ich noch normal war. Aber an so etwas zurückzudenken bringt mich ja auch nicht weiter…

Und ganz im Gegensatz zu gestern bin ich heute komplett emotional, und könnte jede Sekunde und bei der kleinsten Kleinigkeit in Tränen ausbrechen. Obwohl ich letztendlich 11 Stunden geschlafen habe fühle ich mich nur erschöpft und übermüdet und gerädert. Mein Kopf sagt ich sollte den Tag nutzen. Aufräumen, lernen, Sport machen. Aber ich finde kaum die Kraft aufzustehen um mir was zu trinken zu holen. Mein Puls pocht unangenehm in meinen Ohren, ich bin blass (selbst für meine Verhältnisse). Die Waage hat heute wieder ein halbe Kilo weniger angezeigt, das macht jetzt 16,4 kg insgesamt. Kann mich nicht mal mehr über so etwas freuen. Nur denken dass es nicht reicht, nur die Zahl anschauen und wissen dass es immer noch so viel zu viel ist. Trotzdem noch zu fett. Was ist aus der Zeit geworden in der mir jedes Gramm weniger noch ein Hochgefühl gegeben hat? In der ich aus diesen Dingen wenigstens noch ein bisschen Kraft tanken konnte…Vorbei. Wie alles andere auch…

Hund 1 geht es nicht gut. Zusätzlich zur mittlerweile diagnostizierten Arthrose im Knie hat sie jetzt auch noch Grasmilben an der anderen Pfote. Alles bereits kahl und wund. D.h. jetzt darf sie auch noch die Kragen tragen den wir von ihrer OP glücklicherweise noch zuhause hatten. Armes Mädchen. Und wir vermuten dass sie heute Nacht sogar erhöhte Temperatur hatte. Papa muss mit ihr am Montag unbedingt nochmal zum Tierarzt, und dann ist hoffentlich er selber da, und nicht diese inkompetente Stellvertreterin von letztem Donnerstag….Wieder ein weiterer Sorgenpunkt auf meiner niemals enden wollenden Liste.

Eltern sind heute und morgen jeweils tagsüber nicht da. Immerhin etwas. Nicht sprechen müssen, nicht essen müssen, nicht gefragt werden ob man müde sei (das machen sie ständig, ich weiß auch nicht wieso, ist doch klar dass ich müde bin….) Jetzt werde ich mal testen wie lange ich brauche meinen Fettarsch vom Sofa zu lösen und aufzuräumen und zu lernen. Und ob ich es schaffe heute Abend noch etwas Sport zu machen.

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27. September 2017

Wie befürchtet war heute alles andere als das, was man als angenehmen Tag bezeichnen würde. Wie angekündigt, haben wir passend zum Thema Wunden mit Verbänden angefangen. Und zwar praktisch. An uns gegenseitig. Ich wollte einfach nur im Boden versinken. Weglaufen, mich verstecken. Mich irgendwo einrollen und einfach nur darauf zu warten irgendwann zu sterben.  Meine Lehrerin hat auch für nen Moment blöd geschaut, sich dann aber recht schnell wieder gefangen. Der Rest des Unterrichts hat sich angefühlt wie eine Ewigkeit.

 Seitdem bin ich so richtig fertig. Gefangen in einem tiefen tiefen Loch. Scham, Selbsthass, Traurigkeit. Eigentlich wäre mir nach heulen, aber meine Augen könnten trockener nicht sein. Es ist als hätte mir jemand so richtig feste in den Magen geschlagen, und seitdem bekomme ich keine Luft mehr. Es war ein Fehler. Alles ein riesen Fehler. Genauso wie ich. Ich bin auch nur ein einziger dummer Fehler….Gerade schwimme ich in einem Meer aus Negativität, die Strömung droht mich für immer zu verschlingen und ich sehe nirgends Land. Ich hasse mich so sehr. Wie kann man nur so abartig dumm und unfähig sein? Ich sollte gar keine Existenzberechtigung haben…Ich weiß es jetzt schon, schlafen wird heute eine Schlacht. Und ich weiß auch dass ich sie verlieren werde. Und morgen wieder völlig übermüdet und am Ende funktionieren muss. Wieder dort hin muss.  

Ich mag nicht mehr. Ich bin so erschöpft und kaputt. Wem mache ich eigentlich was vor? Ich werds in diesem Leben eh zu nichts mehr bringen. Nichts auf die Reihe kriegen. Ich bin und bleibe eine dumme, gestörte Versagerin…Ich bin es so leid die Stärke zu spielen, mit allen Mitteln normal wirken zu wollen wenn es am Ende doch nichts bringt…. am liebsten würde ich mir die Beine von unten bis oben aufschlitzen. Will mich schlagen. Mir das geben was ich verdient habe. Aber selbst das habe ich eigentlich nicht verdient. Ich verdiene nichts…Gegessen habe ich seit Tagen nicht mehr wirklich ausreichend (wenn man es objektiv betrachten würde. Nehme trotzdem nicht ab. Aber das fällt auch unter die Kategorie „nicht verdient“. Fett und hässlich bleiben. Für immer. Das habe ich schon eher verdient….Mein Rücken besteht auch nur noch aus verkrampften Muskeln. Mein Kopf explodiert wohl jeden Moment. Das wäre aber wohl  zu schön um wahr zu sein…..

19. September 2017

Eigentlich kann ich mich im Nachhinein für die schlaflosen letzten Monate glücklich schätzen. Mein Körper ist es mittlerweile wieder total gewohnt mit wenig Schlaf viel machen zu müssen. 5 Stunden wird zum puren Luxus. Und eher selten. Klar, um elf ins Bett, im besten Fall nur eine Stunde zum einschlafen brauchen, und um halb fünf wieder aufstehen. Und früher ins Bett schaff ich es nicht. Ich würde es vielleicht, mit ganz viel Planung und Disziplin, aber ich will ja auch nicht. Versuchen das unausweichliche rauszuzögern. Eigentlich auch nicht besonders schlau. Aber das ist ja schon bekannt….

Die Tage vergehen vergleichsweise schnell. Naja, wir haben ja auch nicht sooo lange Untericht. Und trotzdem sind sie immer noch zu lang. Aber im Moment ist auch jede Minute schon zu viel. Ich bin so richtig niedergeschlagen. Keine Lust auf irgendwas. Kein Appetit. Seit dem Frühstück nur eine Breze gegessen, und die hab ich mir wirklich runterzwingen müssen. Aber das seh ich jetzt mal als Vorteil. Habe seit Sonntag schon wieder 1 kg weniger auf der Waage. Wahrscheinlich eh nur Wasser oder so. Und eigentlich macht es auch keinen Unterschied. Fett bin ich so oder so immer noch.

Ich weiß eigentlich gar nicht was ich schreiben soll. Eigentlich gibt es ja auch gar nichts zu sagen. Alles ist genau so wie immer. Ich funktioniere, ich hasse mich und meine Existenz, trage brav meine Maske. Kann jeden Tag im Bullet Journal hinter das Wort „überleben“ ein Häkchen setzen. Ich spüre wie ich immer weiter und weiter zerbreche. Wie weit geht das überhaupt? Wann kommt der Punkt an dem man vollständig auseinanderbricht? Ich freue mich so sehr auf das Wochenende. Klar, der Unterricht ist interessant und ich würde nicht im Traum daran denken auch nur eine Minute freiwillig zu verpassen, schließlich will ich gut sein. Aber ich freue mich darauf mich in meinem Zimmer verkriechen zu können. Die Maske nicht tragen zu müssen. Allein zu sein. Weg von der Welt. Und jetzt werde ich noch lernen. Mal schauen wie lange. Schlafen kann ich ja so oder so nicht, da kann ich dir Zeit auch sinnvoll nutzen.

15. September 2017

Ich verstehe mich einfach selbst nicht. Die letzten Tage liefen gut. Für meine Verhältnisse sogar sehr gut. Ich habe mich schnell an die Schule gewöhnt, habe sogar sofort Anschluss gefunden. Ich bin sicher dass ich den Stoff bewältigen kann, in einigen Fächern bin ich, wie meine Hausärztin schon zu mir sagte, tatsächlich unterfordert. Englisch z.B. Ich dachte heute wirklich ich würde einschlafen. Und ich finde es unglaublich schwer da ein gutes Maß zu finden. Einerseits möchte ich mitarbeiten/mich beteiligen, aber andererseits weiß ich nicht wie oft ich was sagen/mich melden „darf“ ohne dass es blöd rüberkommt, ich will das ja nicht raushängen lassen…naja, wenigstens muss ich mir da keine Sorgen um Noten machen, das krieg ich hin. Und ich habe Angst dass man mir ansieht dass ich mich langweile. Genau wie in Fachrechnen, das war gestern für mich wirklich anstrengend, aber ich habe die Hoffnung dass es etwas besser wird wenn wir mal Kalkulationen etc. machen. Aber wenn man Mathe an der Uni hatte ist das schon echt hart wenn man Umrechnungen macht und sich dann noch Erklärungen anhören muss warum 1000*1000 nicht 2000 ist. Und dann fühle ich mich arrogant und hasse mich dafür. Zu Recht.

Also alles in allem lief es gut. Und trotzdem komme ich heute heim und alles ist einfach nur schrecklich. Ich bin depressiv, lebensmüde, möchte mich nur noch in der Ecke verkriechen, weinen und schreien. Keine positiven Gedanken möglich, in meinem Kopf nur schlimme Gedanken und Hoffnungslosigkeit. Der unerfüllbare Wunsch nach einem baldigen Ende der sich anfühlt als würde sich in mir Säure ausbreiten.

Ich habe die letzte halbe Stunde damit verbracht intensiv zu analysieren was das ausgelöst haben könnte. Der Wegfall von Stress jetzt wo das Wochenende da ist? Liegt es einfach daran dass ich jetzt „Zeit“ dafür habe und mein Unterbewusstsein nur darauf gewartet hat? Oder liegt es vielleicht auch daran dass mir heute in Laborkunde wieder hart und schmerzlich bewusst wurde dass ich bald auffliegen werde. Noch denken alle ich wäre normal. Bald werden sie meine Narben sehen. Ich wünschte ich könnte das verhindern. Ich wünschte ich könnte sie einfach verschwinden lassen. Der Selbsthass frisst sich durch meine Gedanken. Und ich kann noch nicht mal einschätzen wie lange diese Gnadenfrist noch anhält. Wir haben keinen Zeitplan bekommen, ich weiß nicht wann wir mit Blutdruck und Puls messen anfangen. Nächste Woche wird einem von uns Blut abgenommen für Laborkunde, mein Glück ist nur dass das mit Sicherheit auf freiwilliger Basis sein wird. D.h. ich werde es ganz bestimmt nicht werden. Es fühlt sich an als würde ich darauf warten müssen mich irgendwann vor der Klasse komplett ausziehen müssen. Irgendwie logisch, denn rein emotional gesehen stehe ich ohne meine langen Ärmel ja schon irgendwie „nackt“ vor ihnen. Wenn ich jetzt daran denke bereue ich schon wieder alles und will nur noch weglaufen.

Zu allem dazu kommt noch dass ich die letzten Wochen wieder zugenommen habe. Ich weiß nicht wie viel, auf die Waage traue ich mich einfach nicht. Aber ich kann es sehen. Und meine Oma hat diesbezüglich auch schon einen Kommentar abgegeben (auch wenn sie es lustig und nicht böse gemeint hat, es hat alles bestätigt). D.h. ich muss jetzt wieder richtig aufpassen. Alles auf den Schulalltag ausrichten. Das viele sitzen macht es verdammt schwer und ich bin es nicht mehr gewohnt. Werde teilweise richtig unruhig weil ich mich nicht bewegen kann…Erwische mich wieder dabei wie ich ständig mit den Beinen wippe bzw. „zittere“. So extrem hatte ich das schon lange nicht mehr, ich glaube sogar das letzte Mal war noch in der Klinik, und auch da war es nicht so extrem wie jetzt. Es nervt. Ich kann es nicht abstellen und habe sehr starke Angst dass andere es mitkriegen und dass es sie stört….danke ehemalige Mitpatientin dass du mich damals aus dem nichts deswegen so zickig und gemein angefahren hast dass ich deswegen danach noch über ne Stunde Weinkrämpfe und ein schlechte Gewissen (weil ich dich genervt/gestört habe) hatte. Naja, muss einfach versuchen achtsamer zu sein. Kontrolle heißt, wie immer in meinem Leben, auch hier das Zauberwort. Naja, ändert nichts an der Tatsache dass ich abnehmen muss. Dringend. Morgen und übermorgen ist schon mal extremes Kalorien-Einsparen angesagt. Morgen Abend muss ich ne Pizza essen, will Oma nicht verletzen, sie hat da irgendwie ne Art Ritual draus gemacht wenn meine Eltern nicht da sind. Aber sonst esse ich halt nichts. Für die Schule muss ich mir noch ne gute Strategie überlegen. Ganz ohne ist dumm und unrealistisch.

Wieder einmal versuche ich mich mit schreiben abzulenken. Den Zusammenbruch so lange wie möglich rauszuzögern. Oma kommt heute Abend noch mal kurz, irgendwas trinken und Gute Nacht sagen. Auch ein Ritual seit Opa nicht mehr da ist. Und vorher darf ich nicht weinen.

Die ganze Erbschafts-Geschichte hat die Vergangenheit wieder sehr stark in den Fokus meines Unterbewusstseins gerückt. Alpträume (eigentlich jede Nacht), Flashbacks alles ist wieder an der Tagesordnung. Ich habe Panik davor dass es mal in der Schule passiert. Besser gesagt habe ich Angst mal in eine Panikattacke zu rutschen. Dann könnte ich sofort meinem Leben ein Ende setzen, denn das würde ich nicht ertragen. Es macht mich so unfassbar wütend, wie sehr es sich schon wieder in mein Leben gedrängt hat. Nach der Klinik hatte ich es wirklich gut im Griff. Klar, es war nicht perfekt, aber wesentlich besser. Und jetzt ist alles wieder wie vorher. Nein, es ist schlimmer. Immer wieder sein Name, ich will ihn nicht hören. Ich will nichts von ihm wissen. Will seine bloße Existenz verdrängen. Vergessen. Und nicht auch noch zusätzliche Informationen erhalten wie etwa die Tatsache dass er heiratet. Das alles führt dazu dass er wieder ständige Präsenz in meinem Kopf hat. Und das geht gar nicht….Ich hoffe dieser Alptraum hat bald ein Ende, ich ertrage es langsam nicht mehr….

Es ist schon ironisch. Ich hasse mich für die Narben und was ich mir dadurch selbst angetan habe, den ganzen Stress den sie verursachen, und trotzdem schreit alles in mir nach ein paar tiefen, blutenden Schnitten. Nach der Beruhigung, der Betäubung. Wie schön wäre es dadurch mal wieder richtig „aufatmen“ zu können…..Wieso bin ich so?! Warum schaffe ich es nicht von diesen Gedanken, dieser Sehnsucht weg? Warum kann ich nicht einfach wie andere sein? Was habe ich aus mir und meinem Leben nur gemacht….es ist erbärmlich…ich bin erbärmlich.

 

14. Juli 2017

Ich sitze in der S-Bahn. Klammere mich fast panisch ana Handy. Gar nicht so einfach zu tippen wenn man so verkrampft ist. Meine Anspannung kracht bald durch die Decke. Ich habe Angst. Richtig heftige Angst. Ich war seit Ewigkeiten nicht mehr in dieser großen Stadt. Und ich will auch nicht. Aber da ich ab September wieder 5 Tage die Woche dorthin muss kann ich auch gleich schon damit anfangen mich wieder daran zu gewöhnen. Wie hab ich das all die Jahre einigermaßen problemlos hinbekommen? Wenigstens hab ich die Gewissheit nicht von diesem Bahnhof aus zu fahren. Denn den hasse ich. Zu viele potentielle Gefahren die meine ohnehin existente Angst verfünffachen.

Ich freue mich K. mal wieder „so richtig“ zu treffen, mich mit ihr unterhalten zu können. Aber das macht das alles nicht leichter. Es ist lediglich der Grund mich zwingen zu können. Und irgendwie… ich habe die Hoffnung mich vielleicht überwinden zu können ihr auch nur einen ganz kleinen, winzigen Teil der Wahrheit anvertrauen zu können. Ich weiß dass ich ihr Vertrauen kann, aber ich weiß nicht inwiefern ich mich zwingen kann mal wieder was von dem ganzen scheiß aussprechen zu können. Das konnte ich ja noch nie gut, aber es ist schon sehr sehr lange her dass ich es auch überhaupt mal versucht hätte. 1,5 Jahre schätze ich mal. Mindestens.  Vielleicht hilft ein bisschen Alkohol mir ja auch ein bisschen. Denn wenn ich mich schon zu dieser ganzen Altion überwinde, werd ich es mir zumindest mit ein zwei Cocktails erleichtern.

Ich habe vorhin mit ziemlich großer Überraschung festgestellt, dass ich tatsächlich wieder in eine alte Hose passe. Ich meine klar, die Waage zeigt mir inzwischen über 10 Kilo weniger an, aber man sieht es nicht. Oder sehe nur ich es nicht? Ich hätte diese Hose vermutlich nie in Erwägung gezogen, wenn ich die anderen 2 Alternativen gefunden hätte… Keine Ahnung. Eigentlich ändert es eh nichts. Es ändert nichts daran dass ich nach wie vor fett bin und es ändert nichts daran dass noch weitere 20 Kilo runter müssen. Mindestens… oh man, wie soll ich nachher auch nur einen Bissen runterbringen? Ich hätte das mit essen gehen nicht bejahen sollen…. naja muss ja irgendwie klappen. Aber essen in der Öffentlichkeit? Absolut nicht meine Stärke…. schon gar nicht mit der angstbedingten Übelkeit…obwohl gute Übung für morgen. Essen gehen mit Familie. Das war Mamas brilliante Idee. Oma auf andere Gedanken bringen – ok. Aber musste es gleich essen gehen sein? Was besonderes bestellen hätte doch auch schon gereicht. Und vor allem in einem Restaurant in dem man Gefahr läuft auch noch von Leuten gesehen zu werden die einen kennen? Ne, da bevorzuge ich definitiv die Anonymität in der großen Stadt…

Es ist wirklich extrem nervend wie lange es dauert diesen simplen Text zu schreiben. Nicht nur das erschwerte tippen durch die Anspannung, auch meine Konzentration lässt enorm zu wünschen übrig…. vielleicht verständlich, wenn man bedenkt dass ich vorletzte Nacht überhaupt nicht, und letzte Nacht nur 5 Stunden geschlafen habe. Der Schlafmangel der letzten Zeit macht sich bemerkbar. Meine Augen sind gerötet, und ich bin blasser als sonst schon. Aber es ist wenigstens niemandem aufgefallen. Aber ich bin müde… ich würde so gerne schlafen, aber wer weiß wann ich heute nachhause bzw. ins Bett komme. Und morgen heißt es wieder vergleichsweise früh aufstehen. Und übermorgen dass noch früher. Und in die Kirche. Wegen Opa. Da komm ich also nicht drum rum, obwohl ich wirklich absolut nicht die geringste Lust verspüre eine Kirche zu betreten und so zu tun als würde ich das alles „gutheißen“. Mit fällt kein besseres Wort dafür ein… aber ich habe mit dem ganzen Kram einfach nichts am Hut. Und ich habe Angst vor dem Grab. Ich war seit der Beerdigung nur ein mal, und das auch eher unfreiwillig. Es macht es einfach zu real….ok, schnell die Musik lauter und an was anderes denken. Sonst fange ich wirklich noch an in aller Öffentlichkeit zu heulen….

Edit: und kaum ausm Zug raus weiß ich wieder warum ich es so hasse in dieser Stadt mit diesen vielen Menschen rumzulaufen. Zum Beispiel wegen diesen Jungen Kerlen die in Gruppen rumlaufen und random „I like you whore“ alle paar Meter brüllen….

17. Juni 2017

Endlich im Bett. Eingewickelt in die Decke. Seit über einer Stunde bin ich wieder „im warmem“, aber mein Körper weigert sich mit frieren und zittern aufzuhören. Ich bin erschöpft, müde. Will nur noch die Augen zumachen und ins Nichts fallen. Mein Kopf will nicht aufhören weh zu tun. Hätte vielleicht doch noch ne Tablette nehmen sollen. Naja, muss ich halt damit klar kommen.

Grillen war sehr anstrengend. Zum Glück musste ich nicht viel reden, nur an den passenden Stellen mal lachen und zwischendurch antworten usw. Es gab einen kurzen sehr unangenehmen Moment, als meine Großcousine mich fragte ob ich diese Klopf-Methode aus der Therapie kennen würde. Unangenehm berührt habe ich ja gesagt (was ja auch stimmt). Sie ist dann kurz noch näher darauf eingegangen weil sie meinem Großcousin ein Buch darüber schenken will (zum rauchen aufhören xD ). Es ging ja gar nicht um mich, aber wenn ich auf Therapie etc. angesprochen werde fühle ich mich immer so unwohl…Das gehört zu den Themen die ich in der Regel um jeden Preis wegschiebe, und schon gar nicht will ich darüber reden. So tun als wäre nie etwas gewesen, alles soll normal und „gut“ sein. Auch dass sie explizit Trauma-Therapie erwähnte hat mich für einen kurzen Moment ziemlich aus der Fassung gebracht (innerlich). Ich weiß bis heute nicht was genau bzw. wie viel sie von Mama weiß und es treibt mich in den Wahnsinn….Ich war so froh als meine Mutter meinte wir würden gehen. Endlich. Es war nicht besonders ereignisreich. Aber mir war es trotzdem noch zu viel. Zu viel soziale Interaktion. Zu viel Konzentration auf die Maske, ohne Rückzugsmöglichkeit. (Vom Essen ganz zu schweigen)  (Und am Ende meinten alle auch noch dass wir sowas eigentlich öfter machen sollten….ähm, nein, lieber nicht.) Mir fehlt im Moment wirklich die Kraft für solche Sachen. Die brauche ich für andere Dinge. Atmen zum Beispiel. 

Jetzt will ich nur noch schlafen. Und das bitte bitte bitte bevor meine Gedanken wieder so richtig loslegen können. 

„Spontan“ kann ich nicht.

Vor knapp einer Stunde rief meine Großtante an. Ob wir heute Abend nicht spontan zum grillen rüberkommen wollen. Und zack, der Stress-Schalter wurde umgelegt. Anziehen schminken. Begleitet von den Gedanken : Was kann ich essen? Wie viel muss ich essen um nicht unhöflich zu wirken? Wer wird sonst noch da sein? Nur Familie? Wird meine Großcousine da sein? (Superlieb, aber Psychologin was mich in ihrer Gegenwart zutiefst nervös und unsicher sein lässt.) Werde ich viel reden müssen? Hoffentlich fragt mich niemand irgendwas. Hoffentlich kann ich bald wieder nachhause. Ich hasse es. Ich habe praktisch keine Zeit mich auf das vorzubereiten. Ich kann spontan einfach nicht.  Mal ganz davon abgesehen wie scheiße ich heute wieder aussehe. Fett, hässlich, meine Wimpern wollten wie immer nicht so wie ich, die Haut vom heulen eine Katastrophe, usw. Als ob der Tag nicht ohne all das schon scheiße genug gewesen wäre…Jetzt auch noch sowas wie soziale Interaktionen. Und normal wirken. Lächeln. Ich will mich doch einfach nur in meinem Zimmer verkriechen…. Schnell noch 1-2 Zigaretten zur Beruhigung und Haare föhnen. Ich bin gestresst, ich habe Angst und meine Anspannung geht durch die Decke. Und auf Wiedersehen Kalorienziel, das ich heute sogar super eingehalten hätte….

Edit: Gerade ist meine Großcousine rübergekommen. Salat holen oder so. Sie ist also da :/ (ich fühle mich vermutlich auch hauptsächlich so unwohl in ihrer Nähe, weil meine Mutter immer mit ihr über mich geredet hat…Danke dafür…)

15. Juni 2017

Seit einer knappen Stunde sitze ich hier im Bett. Schlafen klappt gar nicht. Selbst schuld, wenn ich halt zu dumm bin rechtzeitig an die Tabletten zu denken.

Ich sitze hier, höre dem Regen zu. Es beruhigt. Das Gewitter fängt an, baut sich langsam auf. Wenigstens der Himmel kann alles rauslassen. 

Der Tag – ein komplettes Chaos. Ich fühle alles, ich fühle nichts. Ich bin unruhig wenn ich sitze, erschöpft wenn ich aufstehe um etwas zu tun. Ich bin wütend/traurig/verzweifelt, ich bin leer. Ich will schreien, ich will für immer verstummen. Alles ist im Wechsel, nie lange genug da um sich daran zu gewöhnen, um damit fertig zu werden. Die Zeit rennt und vergeht quälend langsam. 

Der Streit in der Familie ist mal wieder eskaliert. Wie erwartet – beim Thema Testament. War doch klar. Ich will davon nichts mehr hören. Von meiner Tante will ich nichts mehr wissen. Wie kann man nur so sein? Ich bin das alles so leid. Warum sind manche Menschen nur auf Streit aus? Warum kann man nicht zufrieden sein mit dem was man hat? Warum stellen manche Menschen so viel unwichtiges über Familie und Harmonie? Sie hat ihren Vater verloren und hat nichts besseres zu tun als ihrer Mutter Vorwürfe und ihr das Leben noch schwerer zu machen. Aber das sieht sie wohl nicht so. In ihrer Welt existieren nur sie, ihre Tochter, ihr Enkel, und (wenn er Glück hat) ihr Mann. Alle anderen sind ja nur scheiße zu ihr und böse und müssen bekämpft werden. Ach soll sie doch. Oma hat es glaube ich auch schon aufgegeben auf Besserung zu hoffen. Trotzdem ist das Thema jetzt wahrscheinlich wieder jeden Tag da. Und ich muss es mir anhören, ob ich will oder nicht. Das ist doch zum kotzen.

Die Waage teilte mir heute Morgen nach Tagen derVermeidung überraschenderweise mit dass ich abgenommen habe. Konnte ich mich wenigstens darüber freuen? Nein, konnte ich nicht. Denn ein Blick in den Spiegel bestätigt mir: immer noch um Welten zu fett, immer noch hässlich. Und natürlich hat Fetti heute entgegen dem Plan wieder viel zu viel gefressen. Ekelhaft und verachtenswert. Für jeden Bissen sollte ich eigentlich geschlagen werden. Und das wäre noch das Mindeste von dem was ich eigentlich verdient hätte…

Das Thema Uni schweige ich solange tot, bis sie von selbst drauf kommen. Vielleicht vergessen sie es ja auch, ist ja genug los im Moment. Mir bleibt nichts anderes übrig als abzuwarten und zu hoffen.

Was habe ich heute erreicht? Tja, die größte Leistung war wohl aufstehen und duschen. Sonst rein gar nichts. Wie immer, die Dauer-Versagerin.

Ich habe Magenschmerzen. Wie oft in letzter Zeit. Nicht gerade förderlich auf der Suche nach Schlaf. Die Musik ist zu leise um die Gedanken zu übertönen. Eigentlich auch wie immer. Die Gedanken zu wirr um sie aufschreiben zu können. Ich habe kaum Konzentration für irgendwas übrig. Wie lange sitze ich jetzt schon hier und schreibe diese wenigen Zeilen? Ich weiß es nicht. Der Regen hat aufgehört, auch dieser beruhigende Effekt wurde mir genommen. Kein Gewitter mehr. Durch das Fenster kommt nur Dunkelheit, Stille und abgekühlte Luft. Und gleich liege ich wieder hier, wie jede Nacht, beschäftigt mit der Frage wie es weitergehen soll. Woher ich noch Kraft nehmen soll. Für einen weiteren Tag, eine weitere Woche, einen weiteren Monat. Und wie jede Nacht werde ich keine Antwort finden. Das einzige was klar ist: Ich werde da sein, und muss es überleben. Muss funktionieren. Weitermachen. 

Und hoffentlich bald schlafen. Im Moment bin ich leer, da sind keine Tränen mit denen ich mich herumschlagen muss. Ich verbuche das mal als Pluspunkt. Aber ich brauche Schlaf. Morgen, ach nein, mittlerweile ja schon heute, beginnt der Krieg mit mir selbst bzw. meinem Inneren wie jeden Tag aufs Neue. Weitere Schlachten die zu bewältigen sind. Und dafür sollte ich wohl wenigstens ein bisschen ausgeruht sein. 

14. Juni 2017

Ich sitze im Garten auf der Terasse. In meinen Ohren dröhnt die Musik mit maximaler Lautstärke, aber immer noch nicht laut genug um die Gedanken zu übertönen. Nichts will heute helfen. Serien, YouTube, lesen, ich finde keine Ablenkung. Gerade die Küche aufgeräumt, ich hätte noch so viele andere Dinge zu tun, aber ich finde weder Energie noch Motivation dafür. Möchte durchgehend weinen, aber tagsüber darf ich das nicht. Bereits eine „große“ und eine „kleine“ Panikattacke hinter mir heute. Es ist so erschöpfend. Anspannung auf höchstem Level, ohne Aussicht auf Erleichterung. 

Ich habe noch genauf anderthalb Stunden Zeit den Kurs zu bestätigen. Ich schaffe es nicht. Beim Gedanken daran bekomme ich ein Ziehen im Magen, meine Finger fangen an zu zittern und mein ohnehin komplett verspannter Körper krampft sich noch mehr zusammen. Also werde ich es lassen. Ich wähle zwischen zwei Übeln, und ich wähle das (hoffentlich) kleinere. Und hasse mich dafür so sehr, dass ich große Kraft aufbringen muss mich nicht sofort zu schlagen. 

Ich bin so müde. Ich habe so schlecht geschlafen, ich hätte es auch ganz sein lassen können. Dementsprechend fühlen sich meine Augen und mein Kopf. In meiner linken Schläfe pocht ein Schmerz als hätte ich mir etwas sehr schweres dagegen geschlagen.  

Ich versage. Jeden Tag wieder. In allem und ohne Ausnahme. In ca. einem Monat muss ich zu meiner Hausärztin. Sie muss bestätigen dass ich aus medizinischer Sicht die Ausbildung machen kann. Ich muss anfangen mich darauf vorzubereiten. Auf die Fragen die kommen werden. Ich wurde seit einer Ewigkeit nicht mehr ernsthaft gefragt wie es mir geht. Ich muss vollkommen überzeugend sein (und das ist bei dieser Frau alles andere als leicht). Ich hoffe sie fragt nicht näher nach, auch wegen Tabletten und so. Ich bezweifle dass sie begeistert ist wenn sie hört dass ich nichts mehr nehme. Ich bin so froh wenn ich das auch hinter mir habe. Aber bis dahin muss noch viel Zeit vergehen. Die ich vollkommen unbeschadet überstehen muss. 

Bis zum 24. Juni muss ich ein Geburtstagsgeschenk für K. finden. Stress-Level 1000. Ich kann sowas einfach nicht. Ich bin nicht kreativ und nichts. Und bei allem habe ich Angst dass es ihr nicht gefallen könnte. Ich schenke Menschen gerne etwas, gebe auch gerne mal etwas mehr Geld aus, freue mich darüber wenn sie sich freuen, aber ich muss zu 100% wissen, sonst ist es ne Katastrophe. Wieder etwas worin ich scheiße bin. Aber naja, gibt ja auch nichts wo ich das nicht wäre.

Heute Nacht will ich schlafen. Tief und nach Möglichkeit traumlos. Heute Abend kann ich auch was dafür nehmen. Morgen früh sind meine Eltern wieder da und ich muss nicht aufstehen, also ist alles drin. Aber vorher muss ich noch viel schaffen. Mit den Hunden raus, nach dem gemeinsamen Abendessen mit Oma besagtes Essen auch drinbehalten, und im Bestfall noch Bad aufräumen und meinen Kleiderschrank ausmisten (falls ich das nicht schaffe darf ich mir von Mama wieder fein was anhören von wegen ich hab dich vor 5 Tagen drum gebeten dass du das in der Zeit machst usw. , und sie hat ja Recht, gerade den Schrank schiebe ich schon seit Ewigkeiten vor mir her….)

Auf die Waage trau ich mich schon seit ner Woche nicht mehr. Ich denke die gestiegene Zahl würde ich im Moment nicht verkraften. Die nächsten Tage muss ich mal schauen dass ich wieder unter 500 kcal bleibe, und Sport machen egal ob das Bein noch weh tut. Ist schon eine Schande wie ich aussehe. 

Meine Cousine stand heute völlig unerwartet mitsamt Kind vor der Tür. Bin froh dass Oma mit ihr zu sich rüber gegangen ist. Ich habe weder die Kraft noch die Nerven für derartigen sozialen Kontakt. Außerdem bin ich wütend auf sie. Sie meldet sich nie bei uns, und nicht mal zu Opas Beerdigung ist sie gekommen weil sie „niemanden fürs Kind gefunden hat“ (Ausrede, ihrem eigenen Vater traut sie nicht zu mal 2 Stunden auf nen 3 Jährigen aufzupassen und der Familie von ihrem Mann war alles andere wichtiger, aber auf hoch christlich machen immer inklusive Bibel-Sprüchen und allem ne -.- und bei Oma hat sie sich erst gemeldet nachdem meine Mutter meiner Tante das beim großen Streit vorgeworfen hat als sie behauptet hat wir würden sie alle nicht mögen. Sorry aber ich habe kein Verständnis dafür. 

Außerdem reden sie vielleicht über Opa. Und ich hasse es. Ich komm damit nicht klar, will die Geschichte nicht zum 100. Mal neu aufrollen. Es ist schwer genug zu ertragen wenn Oma von ihm redet. Ich will nicht darüber nachdenken, will den Schmerz nicht fühlen müssen. 

Ich sollte jetzt meinen fetten Arsch hochbekommen und was tun. Aber ich finde keinerlei Energie in mir. Aber ich muss. Irgendwie. Funktionieren. Das Wort das meinen Lebensinhalt, meinen Lebenszweck beschreibt. 

Gerade rauscht „We Won’t Stop Dreaming“ in meine Ohren. Das Lied könnte nicht weniger passen. Ich habe schon vor sehr langer Zeit aufgehört wirklich zu träumen. 

Edit: haha dachte ich könnte noch versuchen mich mit meinem Bullet-Journal abzulenken. Aber nein, ich kann weder richtig schreiben noch zeichnen weil meine Hände zu stark zittern. Ganz toll…

22. Mai 2017

Mir geht es nicht gut. Und wenn man es genauer betrachtet befinde ich mich immer noch in einer Abwärtsspirale. Komme nicht raus. Fühle mich hilflos. Schwach. Versage. Immer.

Abnehmen läuft. Sehr langsam, (zu langsam für meinen Geschmack), aber wenigstens trete ich nicht immer noch auf der Stelle. Ich habe Kontrolle. Keine FA oder ähnliches. Aber trotzdem ist essen furchtbar geworden. Ich hasse jeden Bissen. Und fühle mich danach schlecht. Obwohl ich mit einem durchschnittlichen Maximum von 900 kcal eigentlich gut im Rahmen liege. Die meiste Zeit liege ich ja eher drunter. Ich bin immer noch unbeschreiblich fett.

Das wurde mir heute wieder richtig ins Gesicht geklatscht. Klamotten kaufen mit Mama und Oma. Es war eine Katastrophe wie ich davor bereits befürchtet hatte. Auf dem Heimweg im Auto nur noch mit den Tränen gekämpft. Da hat auch die neue Michael Kors Tasche nicht mehr getröstet.  Habe jetzt 2 alte Kleider ausm Kleiderschrank gewühlt die noch so einigermaßen passen. Denn am Samstag heiratet mein Großcousin. Und ich bin jetzt schon am verzweifeln. Fast einen ganzen Tag lang einen auf „ist das Leben nicht super“ machen. Und dann deren ganze Freunde. Kenne nur wenige und die sind garantiert nicht meine Wahl wenn ich entscheiden müsste mit wem ich Zeit verbringen würde. Null meine Wellenlänge und eher die Sorte die immer über andere lästert. Ich weiß jetzt schon dass ich jede Sekunde dieses Tages hassen werde. Früher in der Therapie meinte Frau Thera immer ich müsste lernen mich solchen Situationen zu entziehen die mich stressen oder mir nicht gut tun. Tja, hab ich in all den Jahren immer noch nicht gelernt.  Dazu kommt dass ich meinen Cardigan zuhause liegen gelassen hatte. Die Blicke waren….naja, sagen wir sehr unangenehm. Ich finde es ja immer wieder interessant dass vor allem die jungen Leute starren und reden. Man könnte meinen die wären aufgeklärter oder so. Aber die sind immer die schlimmsten.

Ich war die ganzen letzten Tage schon mies drauf, aber nach heute ist es nochmal schlimmer. Das Schlimme ist dass ich nichts tun kann. Ich kann mich nicht selbst bestrafen, ich kann nicht Frustfressen. Ich habe keine Möglichkeit zu kompensieren. Und das führt leider dazu dass ich immer wieder (wenn alles wieder einen Höhepunkt erreicht) alles an meinem Umfeld auslasse. Das ist unfair und danach hasse ich mich noch mehr, aber ich kann es nicht abstellen.

Heute sollte ich eigentlich noch Sport machen. Aber durch das einkaufen und den Frust bin ich mental wie körperlich komplett erschöpft. Würde am liebsten jetzt schon ins Bett aber dann macht Oma sich Sorgen und das will ich nicht. Also noch irgendwie Zeit totschlagen. Ist nur schwer weil ich so schlecht drauf bin dass nichts mich irgendwie ablenkt. Eigentlich nervt mich nur alles…