15. Januar 2016

Es ist Monate her seit ich das letzte Mal auf wordpress war. Und es ist so einiges passiert in der Zeit. Und trotzdem habe ich nicht geschrieben. Hauptsächlich, weil ich es mir nicht erlaube. Denn schreiben bedeutet ganz viel jammern, und das darf ich eigentlich nicht. Und selbst wenn ich es mir erlauben würde, meistens, wenn ich zuhause hin, habe ich nicht die Kraft mich mit mir und meinen Gedanken auseinanderzusetzen. Aber egal.

Ich wurde operiert (furchtbare Erfahrung inklusive Panikattacke bei Narkoseinleitung), der Chirurg hats gut gemacht (ein bisschen sind die Nerven schon geschädigt, in Richtung linkes Ohr ist mein Gesicht ein bisschen taub, und mein linker Mundwinkel bewegt sich weniger beim sprechen als der andere, aber meine Mutter meint das merkt man kaum. Und eigentlich ist es mir auch egal. Mir wird es immer gleichgültiger wie ich aussehe. Irgendwas in mir hat was das angeht angefangen komplett aufzugeben. Ich bin fett, hässlich und kann es ja eh nicht ändern. Und wozu? Wer weß wie lange ich noch lebe, da muss ich nicht auch noch Kraft für sowas verschwenden….

Ich befinde mich wieder in einer steilen Abwärtsspirale, und irgendwie hab ich das Gefühl dass es schlimmer wird als die letzten Male.

Ich war glaube ich vor 4 Monaten (mehr oder weniger) das letzte Mal bei Fraus Psychiaterin. Und ich schaffe es nicht einen Termin auszumachen. Habe Angst davor. Also lass ich es sein, und sehe zu wie meine Tabletten dahinschwinden. Vielleicht hör ich dann einfach auf welche zu nehmen. Bringt ja eh nichts.  Bringt alles nichts.

Was Uni angeht habe ich sämtliche Motivation, jeden Funken Ehrgeiz verloren. Ich weiß dass ich lernen müsste, in am 13. Februar ist die erste Klausur, aber ich schaff es nicht. Es ist mir egal geworden. Vermulich weil ich innerlich weiß dass ich das Ende des Studiums sowieso nicht erleben werde. Weil ich zu müde vom Leben bin. Weil ich zu große Angst vor der Zukunft habe und sie deswegen nicht erleben will. Ein Teufelskreis. Außerdem habe ich durch Krankheit und die anschließende OP inklusive stationärem Aufenthalt und Erholungsphase ne Menge Stoff verpasst….

Die Nächte werden immer mehr zur Qual. Zur reinen Folter.  Ich nehme jeden Abend mind. eine, meisten 2 Tabletten, sonst funktionert schlafen gar nicht, und selbst dann ist der Schlaf unruhig und voller Träume. Und die Zeit bevor ich schlafe….ist die schlimmste Zeit von allen. Denn sobald ich in der Stille meines dunklen Zimmers bin, fließen die Tränen die ich sonst mit aller Macht zurückdränge. Meistens schütteln mich die Tränen dann so stark, dass ich mein Schluchzen in einer wand aus Kissen und der Decke ersticken muss. Meist habe ich Probleme zu atmen vor laute Schmerz und Verzweiflung. Je nachdem wann und wie viele Tabletten ich genommen habe, dauert es viel/wenig Zeit bis ich schlafe. Ich schlafe dann vor Erschöpfung ein, und nicht weil ich mich beruhigt habe. Das kann ich nämlich nicht. Ich stehe zwischendurch auf, und gehe ins Bad wo ich mein Gesicht mit eiskaltem Wasser wasche, und nehme einen feuchten Waschlappen mit den ich mir auf die Augen lege. Das und das MakeUp am nächsten Morgen verhindern in der Regel dass meine Eltern etwas merken, nur ein, zwei Mal in den letzen Wochen hat meine Mutter eine Vermutung angedeutet.       Die restliche Zeit sitzt die Maske.

Hinzu kommt dass ich mit dem rauchen aufgehört habe. Körperlich war es kein Problem. Aber ich habe festgestellt dass ich psychisch dadurch immens an Gleichgewicht verloren habe. Es ist schwieriger tagsüber die Tränen zurückzuhalten. Schwieriger sich zu beruhigen, schwieriger den Stress zu ertragen. Wenn es nach mir ginge würde ich sofort wieder anfangen. Aber das würde endlose Diskussionen mit meinen Eltern nach sich ziehen, die sich damit nie abfinden würden, und dafür fehlt es mir an Kraft. Und überhaupt, dieses ganze beschissene Leben mache ich nur um sie glücklich zu machen, und wenn nicht rauchen dazu beiträgt dann soll es wohl so sein….

Ich habe kaum noch soziale Kontakte. Schreibe kaum noch mit K. oder A. , die einzigen die ich Freunde nennen kann. Ich gehe nicht mehr schießen, ich lese kaum, und auch mit meinen Eltern unterhalte ich mich kaum. Es stört mich meistens nicht, denn es ist einfacher so. Und ich kann die Kraft dafür für andere Dinge einsetzen. Nur manchmal, in schwachen Momenten, denke ich darüber nach wie es wohl wäre Menschen zu haben mit denen man reden kann, offen und ehrlich. Nicht ganz so allein zu sein…Mit J. ist der Kontakt zusammengebrochen. Meine Schuld, erst hab ich ihn immer vertröstet weil ich keine Zeit für ein Treffen habe, dann hab ich ihm nicht mehr geschrieben. Aber egal. Erspart mir doch so einiges.

Mir graut es vor den nächsten Wochen. Vor den Klausuren. Vor dem Selbsthass, den Panikattacken, der Verzweiflung und den Nächten. Weiß nicht wie ich es schaffen soll. Aber igendwie muss es ja gehen.

 

Diesen Blog werde ich vermutlich aufgeben. Es bringt nichts. Das war wahrscheinlich der letze Eintrag hier. Ich sehe keinen Sinn mehr darin. Klar, es ist eine Erleichterung es wenigstens hier rauslassen zu können, aber sobald ich es mir nochmal ansehe überkommt mich eine Welle der Übelkeit, so seh verabscheue ich die Worte die ich schreibe. Das Gejammer, diese erbärmlichen, verachtensweren Sätze. Er stärkt nur den Selbsthass. Da ertrage ich lieber den Druck es in mir zu vergraben. Mal schauen. Ich lass es mir offen, aber ich bezweifle es….

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09. November 2016

sitze im Zug Richtung Uni. Später als normal, konnte mich einfach nicht aufraffen. Verpasse dadurch ne halbe Stunde der Mathe Übung, aber das ist halt jetzt so.

War gestern also im KH. Der Arzt war zum Glück sehr nett. Er meinte auch dass das ziemlich groß ist. Und dass es raus muss. Er hat mir dann noch ganz grob  erklärt wie sie das machen, aber das wusste ich eh schon. Die lieb gemeinte Beruhigung „die Narbe wird dann von den Haaren verdeckt werden können“ hab ich höflich abgetan. Die Narbe ist mir egal, ich habe so viele, da kommt es auf die auch nicht mehr an.  Viel mehr liegt mir da schon an meinen Gesichtsnerven. Er hat 3 Stunden für die OP angesetzt, und wollte dass sie nen Termin wählt an dem er mit mir morgens ausgeruht anfangen kann… Ich hab trotzdem Riesen Angst…. Werde am 09. Dezember operiert. D.h. übers Wochenende auf jeden Fall im KH. Ich werde versuchen das so kurz wie nur irgendwie möglich zu halten. Es nervt einfach so sehr….

Ein Blick aus dem Fenster, auf eine Welt wie mit Puderzucker bestreut. Ich liebe es so sehr. Hab mich vorgestern so gefreut als es das erste Mal geschneit hat 😍 endlich Winter, und hoffentlich ein besserer als letztes Jahr, der war ja enttäuschend auf ganzer Linie. 

Jetzt die Musik lauter machen, den Anblick genießen so lange er währt, nicht an Uni und all das was ich heute noch erledigen muss denken. Und nicht an die USA denken. Kann es nicht fassen. Klar, Hillary ist auch doof, aber da hätte man doch denken kennen Sie entscheiden sich für das kleinere Übel. Ich verstehe es nicht…. Aber  wir werden sehen….

7. November 2016

Komme gerade vom HNO. Es bleibt dabei. Pleomorphes Adenom in der Parotis, links. 40×28 mm. Er hat gleich in München in der Klinik angerufen, und mich schon mal angekündigt. D.h. morgen auch keine Uni. Sondern zu dem Arzt der mich operieren soll. Und die Angst wächst und wächst. Nicht nur DASS ich operiert werde, sondern auch noch an dieser Stelle….Panik. Riesen Panik. Bin total ausgelaugt. Habe extrem schlecht geschlafen. Werde mich jetzt erst mal hinlegen. Muss morgen eh früh raus, da kann ich jede Minute Schlaf brauchen.

Aber eigentlich müsste ich so so viel für die Uni machen….Aber ich schaff es nicht. Hab keine Energie und keine Konzentration. Ich merke jetzt schon wie die Kopfschmerzen kommen….

Man ich hab keinen Bock auf die ganze Scheiße. Warum ich?! Als wäre mein Leben nicht so schon mit genug Schmerz und Stress gefüllt….

Hier die Bilder, habe das Adenom rot eingekreist.

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31. Oktober 2016

Hab das Wochenende einigermaßen gut hinter mich gebracht. Außer dass die Tage sehr lang waren, hat es eigentlich wie immer Spaß gemacht, Vor allem am Sonntag, weil da die Compound-Leute geschossen haben, und da schau ich einfach zwischendurch viel lieber zu als bei Recurve. Vermutlich schaut man lieber bei denen zu, die denselben Bogen-Typ wie man selbst schießen.

Heute hatte ich also MRT. Ich würde sagen das schlimmste daran war für mich, dass ich da halt ohne Hose liegen musste. Der Rest war kein Problem. Obwohl ich jetzt den restlichen Tag über total müde bin, weiß nicht ob das mal wieder so ein Allgemeinzustand von der Psyche her ist, oder ob das vielleicht von dem Kontrastmittel kommt.

Leider bin ich immer noch genau so schlau wie vorher. Der Radiologe hat nicht wirklich was gesagt. Ich meine, wenn er als erstes mal fragt „worum geht es denn eigentlich?“ dann gibt mir das schon zu denken 🤔 und als ich dann „pleomorphes Adenom“ gesagt habe meinte er nur, ja das kommt hin, und dass des auf jeden Fall raus muss. Mehr nicht. Also immer noch keine Gewissheit. Jetzt darf ich wieder eine Woche warten, bis es weitergeht. Und das auch noch mit dem HNO Typen, dem ich je mehr ich über das Gespräch mit ihm nachdenke, nicht wirklich vertraue. Erst sagt er mir, dass das bestimmt kein Lypmphknoten ist weil die da nicht sind (Bilder im Internet auf denen die Lypmphknoten eingezeichnet sind sagen was anderes aber na gut), dann ist er sich so sicher dass es ein pleomorphes Adenom ist um mir dann zu sagen die Alternative wäre, dass es ein Lymphom ist (man merke, ein Lymphom am nicht vorhandenen Lymphknoten 🤔) aber dafür müsste ich 80 Jahre alt sein. Irgendwie alles echt komisch und verunsichernd.

Der Knoten macht mittlerweile ab und zu ein komisches Druck-Gefühl, wobei ich mir nicht sicher bin ob ich mir das vielleicht einfach nur einbilde.

Allgemein macht mir mein Körper zu schaffen. Ich werde diese hartnäckige Erkältung einfach nicht los, und bin total schnell erschöpft (was ich vor allem bei den Laufwegen im Uni-Alltag merke). .Meine Haut ist eine einzige Katastrophe, sämtliche Pflege und Gegenmaßnahmen bringen nichts.

Ich wünschte ich hätte das alles schon hinter mir. Keinen Bock auf den Mist. Ich hab so schon genug Stress in meinem Leben, da brauch ich das alles wirklich nicht auch noch.

Auch psychisch bin ich total fertig. Fühle mich so überfordert mit Uni und allem. Bin total lustlos, nichts interessiert mich wirklich, am liebsten möchte ich nur noch schlafen. Und Nachts, wenn alles schläft, kommen die Ängste, die Panik, die Tränen und der Selbsthass.

Zum Glück ist morgen Feiertag. Wenigstens einmal wieder richtig ausschlafen. (Ist ja nicht so als hätte ich heute den ganzen Nachmittag geschlafen)

26. Oktober 2016

Habe den HNO-Termin hinter mir. Und es war ok. Aber entgegen meiner Hoffnung wars das noch nicht. Am Montag hab ich einen MRT-Termin, dann am 07.11. nochmal nen HNO-Termin, wo er sich die Bilder anschaut und mir dann einen OP-Termin besorgt. Er findet nicht dass es ein Lymphknoten ist, er denkt es ist ein pleomorphes Adenom. Das ist doch schon mal was. Hatte (grade zu dem Zeitpunkt als er sich meine Blutwerte angeschaut hat und ein bisschen irritiert war; und als er den Ultraschall vielleicht 20 Sekunden lang (wenns hochkommt) angeschaut hat) schon so ein bisschen Zweifel. Aber na gut. Dann also im Ganzen jetzt noch 3 Arzttermine, einer davon die OP. Die macht mir ja schon Sorgen, so nah am Nerv…mal wieder super. Ich hatte so gehofft dass es heute schon vorbei ist mit der Scheiße. Ich und Ärzte – das ist zum kotzen.

und auch sonst ist alles doof. Ich bin total erschöpft, beim Gedanken morgen wieder in die Uni zu müssen könnte ich heulen. Eigentlich will ich nur noch in mein Bett und mich die nächsten Wochen verkriechen…

25. Oktober 2016

Der Uni-Alltag hat mich wieder. Voll und ganz. Und damit auch der Stress. Heute und die nächsten 2 Tage wieder um 04:45 Uhr aufstehen. Heute hätte ich eigentlich bis 16 Uhr Uni, aber in die letzte Vorlesung geh ich nicht. Es ist mir im Moment einfach zu viel sonst. 

Der Mathe-Test gestern lief aber eigentlich ganz gut. Der war wirlich einfach, aber wenn man sich überhaupt nicht konzentrieren kann ist es natürlich trotzdem ein bisschen schwer. Aber ich schätze schon dass ich bestanden habe. Und wenn nicht, dann halt im November. Wenn alles (positiv denken!) wieder besser ist.

Aufgaben hab ich fast vollständig erledigt. Zumindest die diese Woche abgegeben werden müssen. 

Gerade habe ich 2 Stunden frei, und eigentlich sollte ich lernen. Aber ich kann mich nicht konzentrieren. Irgendwie ist mein Kopf total überfordert mit allem. Die Versagensängste, die Nervosität wegen dem Termin morgen (zu dem meine Mutter mitkommen möchte, was ich einerseit gut finde weil ich dann nicht mit ihm allein bin, aber andererseits sieht das doch komisch aus, wenn ne 22 Jährige da mit ihrer Mutter antanzt?!) und die Erkältung (bzw. der Schnupfen, den ich seit Sonntag jetzt wieder habe), das alles ist zu viel für mein Gehirn bzw. meinen Körper. Ich schlafe sehr sehr schlecht, und dementsprechend gerädert fühle ich mich tagsüber (vor allem jetzt an den Tagen an denen ich so füh aufstehen muss..)

Das ist jetzt grade mal die 2. Woche in diesem Semester. Und ich bin schon überfordert. Fantastisch.

Aber naja, ein nach dem anderen. Machen wir doch eine Liste. Ich mag Listen.

Heute: EIMI Blatt fertig schreiben und hochladen, Programmieren Übung anfangen

Morgen: HNO Termin hinter mich bringen (und das ganze Drama damit hoffentlich abschließen) , Mathe Blatt in Reinfassung schreiben, Programmieren Übung fertig machen

Donnerstag: Mathe Blatt abgeben, Programmieren, Mathe Zusammenfassung schreiben

Freitag: mal schauen was da dann schon wieder auf mich warten wird.

Wenn ich mir das so durchlese, ist das eigentlich echt nicht viel und mehr als machbar, aber in meiner momentanen Verfassung überfordert mich einfach jede Kleinigkeit. 

Am Wochenende dann arbeiten, d.h. den ganzen Tag auf den Beinen, mit voraussichtlich sehr wenig Schlaf. Wunderbar. Wie sehr ich mich freue. Aber ich mach das ja freiwillig. Weil es richtig und gut ist. Und weil es teilweise ja auch Spaß macht. 

Also Zähne zusammenbeißen (was ich sogar wirklich mache und worauf ich die Schmerzen im linken Kiefer zurückführe) und weitermachen. Wie mein Tattoo mich jeden Tag erinnert: Just keep swimming!

23. Oktober 2016

Nachdem ich gestern abend nochmal gründlich und rational nachgedacht habe, bin ich zu dem Schluss gekommen dass ich mal wieder ein Idiot war. Ich meine, ich mach mich fertig wegen so etwas unwahrscheinlichem, das ist ja eigentlich schon peinlich….Mit mir ist alles in Ordnung, also warum sollte ich mich stressen? Frau Hausärztin war vermutlich nur übervorsichtig. Bin jetzt viel ruhiger.

Jetzt muss ich dann raus zum Schützenpark. Da ist heute so eine Art Tag der offenen Tür, vor allem für Kinder, und es gibt auch Kaffee und Kuchen, und ich sollte mich zumindest kurz mal blicken lassen.

J. habe ich abgesagt, denn sobald ich wieder zuhause bin muss ich mich wirklich an ein paar Uni Sachen setzen :/ Mathe, EIMI, Programmieren. Habe nicht wirklich Motivation, aber muss ja. Blöd nur dass ich seit ich aufgestanden bin extrem Kopfschmerzen habe die nicht weggehen…und müde bin ich auch so sehr, dass meine Augen tränen. Obwohl ich eigentlich (im Vergleich zu Uni-Tagen) lange geschlafen habe. Ich schätze die letzten Tage fordern immer noch ihren Tribut.

Gedanken-Hölle

Den ganzen Tag über mache ich mir jetzt schon Gedanken. Gehe das Gespräch immer und immer wieder durch. Und die Angst wächst und wächst. Ich bin so nervös, kann nichts essen. Hab versucht mich hinzulegen und mich auszuruhen, aber es geht nicht. Die Gedanken sind nicht zu stoppen. Es ist wie ein Krieg in meinem Kopf. Die eine Hälfte hat Angst, die andere Hälfte meint das ist alles aboluter Blödsinn. Und ich weiß nicht welche Hälfte recht hat. Hab schon sämtliche Möglichkeiten der Ablenkung ausprobiert. Nichts hilft. Ich glaube das Schlimmste ist das Gefühl damit allein zu sein. Ich habe niemanden mit dem ich darüber reden könnte. Meiner Familie will ich keine Angst machen. Habe auch nicht wirklich was vom Gespräch erzählt. Nur eben dass sie nen Bluttest gemacht hat und mich an den HNO überwiesen hat. Mehr nicht. Hab es runtergespielt um alle zu beruhigen. Bin grade ziemlich überfordert.

Ich hoffe sehr dass A. bald kommt und ich dadurch wenigstens ein bisschen abgelenkt werde….Hoffentlich ist auf der Autobahn nicht so viel los (Sie kommt heute erst aus ihrer Uni-Stadt übers Wochenende nach Hause…) Werde dann auch wohl oder übel was mit ihr essen müssen. Klar, sie hat dann Hunger, aber wenn ich nichts esse würde es auffallen und sie würde fragen warum….Beim Gedanken daran wird mir schon schlecht. Obwohl das nicht ganz stimmt, eigentlich ist mir schon den ganzen Tag über schlecht….

Werde zum schlafen 3 Promethazin nehmen, und hoffen dass es was bringt. Das werden lange Tage. Und am Montag hab ich auch noch einen Mathe-Test, den kann ich zwar im Notfall im November wiederholen, aber ich muss ihn bestehen um zur Klausur zugelassen zu werden. Das hilft nicht unbedingt mit der Nervosität -.-

Am Sonntag kommt J. D.h. ich muss morgen mein Zimmer und Bad aufräumen und putzen. Ansonsten hätte ich das wohl noch ein bisschen rausgeschoben…aber jetzt geht es nicht anders. Naja, vielleicht lenkt es ab. Ich hoffe es zumindest…

21. Oktober 2016

Ok, das mit dem Plan „zu Hausärztin gehen damit Eltern beruhigt sind um dann wieder Ruhe zu haben“ hat nicht so ganz geklappt. Sie war etwas zurückhaltend. Sie meinte ein Lymphknoten, der einfach nur nicht wieder zurückgegangen ist, wäre anders. Sie hat mir Blut abgenommen, und lässt es auf EBV oder so testen. Kann ja sein dass ich das mal hatte aber nicht bemerkt wurde. Außerdem hat sie mir gleich einen Termin beim HNO nächsten Mittwoch gemacht. Aber ihre ganze Art hat mich nervös gemacht. Dass sie eher zurückhaltend ist bin ich so gar nicht von ihr gewohnt. Und dann hat sie auch gefragt wie es mir damit geht „wenns jetzt wirklich was ist“. Wusste nicht was ich darauf sagen sollte. Hab gesagt, wenn es so ist, was ich immer noch nicht wirklich glaube, dann kann ich es ja eh nicht ändern. Sie meinte auch, ich hab seit Jahren mit „schlimmerem“ zu kämpfen, und hat im Scherz dazu gesagt „du bist ja Kummer gewohnt“ 😀 Tja, so kann mans auch ausdrücken xD

Der HNO-Termin macht mich mehr als nervös. Ein unbekannter Arzt, ein Mann. Das geht eigentlich gar nicht 😦  Bin mir nicht sicher wie ich das schaffen soll. Aber muss ja wohl….

Jetzt sitze ich im Zug auf dem Weg zur Uni. Wegen einer beschissenen Übung Freitags reinzufahren ist wirklich ziemlich ätzend… Aber war ja klar dass ich kein Glück hab. Dass ich ich von 5 Prioritäten die 4. bekomm…Aber wenigstens Mathe hab ich meine 1. Priorität bekommen. Mittwochs um 08 Uhr. Was heißt dass ich um 04:45 Uhr aufstehen muss, aber ich steh lieber früher auf, hab dann durchgehend was und bin früher wieder zuhause.

Heute Abend kommt A. Hab sie schon bestimmt wieder 2 Wochen nicht gesehen, freu mich so 🙂 Mal wieder ein richtiger Mädls-Abend. Mit „Through the Looking Glass“. Der kam gestern endlich an.

Psychisch bin ich heute erstaunlich stabil. So „gut drauf“ bin ich eher selten. Liegt vielleicht auch daran dass wir gestern unsere erste Übung im Programmieren hatten, und ich LIEBE es! Ich hätte damit schon viel früher anfangen ich Idiot. Das ist irgendwie genau mein Ding. Wenigstens eine kleine Bestätigung dass das Studium gut für mich ist.

Und damit ist dann die erste Woche im neuen Semester vorbei. Und es kam mir so viel länger vor :/ aber naja, ich muss versuchen in jedem Tag irgendetwas positives zu sehen. Mich wieder mehr auf die kleinen Dinge konzentrieren, die guten Momente, welcher Art auch immer.