26. Februar 2016

Der Tag hat nicht gerade gut angefangen. Um halb sieben aufgestanden, Stationsversammlung überlebt, und danach gleich Kerngruppe. Die ganze Zeit massiv Druck gehabt. Hab meinen Stressball massakriert und mein ganzer Körper war durchgehend angespannt. Hab ich auch bei der Anfangs-Runde gesagt. Und Dr. N (OA, hat die Gruppe heute allein mit uns gemacht weil Dr. K. nicht da war, normalerweise schaut er sonst nur zu) hat mich damit auch voll ernst genommen. Das hat gut getan. Auch dass er gesagt hat, er würde es nicht verurteilen wenn es als letzte Möglichkeit dann in einer SV enden würde. Dafür, und dass er es hat gut sein lassen als er merkte dass es mir zu viel wurde mit darüber reden, der Aufmerksamkeit und allem, bin ich ihm mehr als dankbar. Hab mir danach auch gleich das am meisten gefrorenen Cool-Pack geholt, und brav geskillt. Mit den anderen zusammen Mittag gegessen, auch wenn ich nur ein paar Bissen runtergebracht habe. Und dann erst mal 3 Stunden geschlafen. Hat so gut getan zu wissen, dass man erst um 18 Uhr wieder einen Termin hat und wirklich Zeit hat zu schlafen ohne im Hinterkopf ständig zu hoffen, dass man den Wecker auch hört. Hat wirklich verdammt gut getan. Und der Kaffee danach auch. 

Mit J. D. und A. zusammen Abendgegessen, dann auch etwas mehr geschafft.

Um 18 Uhr hatte ich noch PET-Imagination. War ok. Hab nur ziemlich Kopfschmerzen gehabt, was für Imagination ja doch eher unvorteilhaft ist.

Jetzt noch Musik hören und zeichnen. Der Tag war schon in Ordnung. Gibt auf jeden Fall schlechtere.

Endlich Wochenende. Endlich nach Hause. Werde morgen früh von meinen 2 Engelchen abgeholt, ich freu mich schon so so sehr ❤ !

   
 

25. Februar 2016

Wass für ein Scheiß-Tag. Seit gestern nur noch krass Schneide-Druck wie seit langem nicht mehr und ich kann nicht weil ich morgen erst Verbandszeug kaufen muss. Cool-Pack hat auch einfach null gebracht. PET-Gruppe war zwar sehr interessant, aber einfach anstrengend. Danach Körpertherapie Einzel war irgendwie nur enttäuschend. Hat mir überhaupt nichts gebracht. 

Im Moment hab ich nur noch das Gefühl dass dieser Aufenthalt eine einzige Zeitverschwendung sein wird. Dass sich nichts ändern wird. Gestaltung war eine einzige Katastrophe heute. Sie wollte dass wir eine Tür mit Schloss malen durch dass man durchschauen kann. Kam mir vor wie im Kunst-Unterricht. Zwischendurch nur noch mit den Tränen gekämpft. Bin ich froh wenn ab nächste Woche Frau T. wieder da ist, diese Vertretung ist ne einzige Katastophe.

Abendessen ausgelassen. Geht nicht. Ist mir auch total egal. Eigentlich ist mir grad alles egal. Da ist wieder diese Müdigkeit in mir, gegen die schlafen, aller Schlaf den diese Welt geben kann, einfach nichts bringt. Gedankenkreisen. Um SV und Tod. Wie gesagt, ein echter Scheiß-Tag.

   
   

23. Februar 2016

Der Tag war einfach nur super anstrengend. PET-Gruppe war sehr kräftezehrend. Denn obwohl nicht über Einzelfälle, sonder nur über allgemeine Informationen gesprochen wird, ist man doch immer in Gedanken bei der Vergangenheit. Hinterher war ich fix und fertig. Bin auf’m Bett gelegen, hab Frust-gefressen und Serien geguckt um nichts fühlen und denken zu müssen. Bin mit den anderen zum Mittagessen gegangen, aber Stimmung war einfach total im Arsch. Danach erfahren dass Papa um halb vier kommt. Hat mich echt gefreut. Erst mal geschlafen bis ich mich zu Körpertherapie Gruppe hochraffen musste. War aber ganz ok. Wir mussten zu zweit zusammengehen und die Sätze 1. Es ist mir wichtig… , 2. Ich kann es nicht leiden wenn…. & 3. Was möchte ich in meinem Leben unbedingt noch erreichen/erfahren? in jeweils 4 Minuten vervollständigen/beantworten. Und am Ende das wichtigste davon benennen. Bei mir war es für mich einstehen, kämpfen und nicht mehr davonlaufen. Wie gesagt, war ok.

Danach war Papa da. Das hat die Stimmung deutlich gehoben. Haben jeder 2 Tassen Cappuccino getrunken, geredet und ich hab ihm Instagram-Tiervideos gezeigt. Also völlig zwanglos und entspannt alles. Er hat mir ein paar Sachen mitgebracht, die ich vergessen hatte. Meine Kuscheldecke, mein Kuschelkissen und mein externes CD-Laufwerk. (War den neuen Laptop schon so gewohnt, dass ich nicht mehr dran gedacht hatte dass der alte wesentlich kleiner ist und kein Laufwerk drin hat…) Und natürlich den Exmatrikulationsantrag. Den hab ich ihm gleich ausgefüllt wieder mitgegeben. Jetzt, abends, noch Sherlock schauen, entspannen und abschalten. Alles in allem hat sich der Tag zun positiven gewendet. Nur vor der Nacht habe ich Angst. Hoffentlich träume ich nicht…

  

22. Februar 2016

Erster „richtiger“ Therapie-Tag ist geschafft. Kerngruppe war irgendwie komisch. Waren alle irgendwie ziemlich abweisend uns neuen gegenüber. Dr. K. war aber besser als erwartet. Die Horror-Kerngruppen-Stunde vom letzten Mal wird sich anscheinend nicht wiederholen 🙂 Er macht nur immer wieder dieses eklige Ding mit den Augen, wo er sie so nach oben dreht und man nur noch den Augapfel sieht, aber naja, ich muss ihn ja nicht die ganze Zeit anschauen. Wir haben metaphorisch einen Segelausflug geplant, also wer welche Aufgabe und Position übernehmen würde. War als Kennenlern-Übung gar nicht mal schlecht. 

Dann Nachmittags noch Einzel bei Frau Dr. S. gehabt. War ganz gut. Wir haben über mein Verhalten in Gruppen und darüber, das richtige Maß zwischen Bequemlichkeit (Schweigen und Zurückhaltung) und Veränderung (Offenheit und Reden) geredet. Und in welchen Situationen und Aktivitäten im Alltag ich gut abschalten kann und „bei mir selbst“ bin wollte sie wissen. Hab vor allem Hunde, Bogenschießen, Bücher, Filme, Musik und Spiele genannt. Bei ihr muss man am Ende der Stunde eine Überschrift für diese finden. Meine war „Selbstreflektion“. Sie meinte heute auch wieder wie sehr ich mich verändert habe. Das sagen echt alle vom Personal, die mich noch vom letzten Mal kennen. Schwester H. hat mich gestern auch erst mal ganz herlich umarmt, das war echt lieb. 

Ansonsten komm ich ganz gut zurecht. Bin meistens mit D., J., C., und A. zusammen. Wir lachen viel, und ich fühle mich relativ wohl.

   
 

17. Februar 2016

Bin gut in der Klinik angekommen. Naja, mehr oder weniger. Wie es scheint hab ich mit meiner „Mitbewohnerin“ Glück gehabt. Sie ist sehr nett. Mama meinte gestern, dass sie mir immer jemanden ins Zimmer tun, der vom Alter her meine Mutter sein könnte (sie hat Zwillinge, 1 Jahr jünger als ich, also kommt schon irgendwie hin 😀 ) 

D. ist jedenfalls auch gestern gekommen, ist aber zum 1. Mal hier. 

Gestern Aufnahme bei Frau Dr. S. gehabt. Sie war was das „medizinische“ angeht zum Glück sehr nachsichtig (also nix mit ausziehen und dem scheiß…). Therapeutisch gesehen…ich weiß es noch nicht. Sie ist wirklich lieb, aber ich weiß nicht wie weit ich mit ihr kommen werde. Vor allem weil sie in 3 Wochen in Urlaub geht. Der nich realistische Teil in mir hofft, dass Frau K. dann wieder kommen wird, aber das wird wohl nichts… Mal schauen…Gewicht heute morgen war katastrophal, das muss unbedingt runter!