In the dark of the Night 

Ich sitze im Bett. Um vier Uhr morgens. Geschlafen hab ich noch nicht. Werde ich auch nicht, daran besteht kein Zweifel. 

Ich schätze ich muss dankbar sein dass ich es nach einer Stunde heulen endlich geschafft habe mich halbwegs zu beruhigen. 

Ich hätte die Tablette nehmen sollen. Das hätte zwar nur einen geringen Unterschied gemacht, aber vielleicht hätte ich dann wenigstens ein paar Stunden geschlafen. Dumm bin ich halt. Aber das wussten wir ja schon. 

Wie das Leben sonst so ist? Dunkel. Traurig. Verzweifelnd. Voller Angst und Panik. Voller Sehnsucht nach einem Ende. Voller Hass auf mich und die Welt. Nein, mittlerweile eigentlich nur noch auf mich. 

Die Welt ist mir egal geworden. Ich sehe die täglichen Dramen, grad mit den Flüchtlingen und so. Sie tun mir leid, aber mehr tangiert es mich nicht wirklich. Ich habe akzeptiert dass diese Welt in der wir leben ein beschossener Ort ist, und es bringt mir rein gar nichts mich deswegen auch noch fertig zu machen. Es ist so. Es ist auch so dass manchen Menschen Monster sind. Ich bin in dieser Welt fürs erste gefangen. Also hab ich angefangen mich an diesen Gedanken zu gewöhnen. Das macht es zwar nicht viel, aber wenigstens ein bisschen leichter.

Das ist übrigens in allen Punkten besser. Mit Gleichgültigkeit kann ich nichts falsch machen. Die Gleichgültigkeit wird mich schützen. Ich muss nur wieder an die Gleichgültigkeit in Bezug auf Menschen und Beziehungen rankommen. Die hab ich durch den blöden Klinikaufenthalt tatsächlich ziemlich verloren…. 

Mein Kopf will nicht mehr. Keine konzentration übrig. Wahrscheinlich ist das was ich hier schreibe ein totales Chaos und ergibt nicht den geringsten Sinn. Aber ich habe jetzt keine Lust mir das nochmal durchzulesen. Und selbst wenn es nur Scheiße ist – wenn interessierts…..

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8. September 2015

Sitze auf meiner Couch, in meinem baustellen-artig aussehenden Zimmer. Wurde neu gestrichen, und 1 neues Regal sowie ein kleines Ikea-Schränkchen kamen neu dazu. Mit dem wieder einräumen bin ich noch laaange nicht fertig :/ Bin gerade mal fast damit fertig die Bücher wieder ins Regal zu räumen (natürlich sortiert, warum auch immer…).

So, 5 Minuten Pause, in denen ich mir grade einen Kaffee gemacht habe (sehr praktisch ne Maschine im Zimmer zu haben, jetzt muss ich nicht jedes Mal wieder runter latschen…) 😀

Gestern war ich bei Frau Psychiaterin. Sie wird mich für dieses Semester krank schreiben. Ich muss jetzt nur noch schauen wias genau die für eine „Formulierung“ brauche, und dann soll ich einfach anrufen und muss sie dann nur noch abholen. Find ich einfach nur super von ihr. Sie meinte, diese Entlastung kann sie mir gerne geben, sie war wie immer total lieb gestern.

Das nimmt mr jetzt wirklich schonmal enorm Druck weg. Ich werde die Zeit nutzen um mich neu zu orientieren. Sprich neues Studium, eventuell auch ne andere Uni, je nachdem, und mich entsprechend vorbereiten.

Mitte Ende Dezember muss ich ja eh schon wieder in der Klinik anrufen, da bekomm ich dann nen Termin für ein Vorgespräch im Januar, und da wiederum wird geklärt wann ich das 2. Mal kommen kann. Für die Trauma Gruppe aber dann….

Ansonsten gibt es nicht wirklich was neues. Obwohl das eh schon, rein thematisch gesehen, ne ganze Menge ist. Meine Stimmung ist nach wie vor extrem gedrückt, ich weine fast jeden Tag, teilweise sogar ohne (erkennbaren) Grund.Ich weiß nicht wie es passiert ist, aber in der Klinikzeit bin ich wieder total in die „Essstörung“ rein gerutscht, und besonders seit ich wieder zuhause bin wird es wieder immer schlimmer….Ich muss dringend wieder Planung und Kontrolle und Struktur in mein Leben bringen, sonst geh ich unter….

Verwirrender, gemischter Tag

„Relativ“ früh hab ich mich heute schon um 9 aus dem Bett gequält, geduscht, mich angezogen, usw.. Kurzes Frühstück, und raus aus dem Haus auf den Weg nach München.

Treffen mit Freundin. Eigentlich, um ganz ehrlich zu sein, ich hatte überhaupt nicht die geringste Lust. Wollte mich bloß im Bett verkriechen und heulen.

Angekommen, pünktlich wie ich halt immer bin, krieg ich die Nachricht, dass sie spät dran ist. Kein Problem, ich warte, rauche und spiel mit dem Handy.

Da kommt doch tatsächlich n Kerl und fängt an mit mir zu reden. Wie ich heiße, dass ich hübsch bin, was ich so mache und dass er gerne mal nen Kaffee trinken gehen würde. Überrumpelt und zugegebenermaßen überfordert, hab ich ja gesagt. Na gut, den bin ich bestimmt schnell wieder los, trotzdem nervt es mich ein bisschen.

Mit ihr wars ganz schön. Wir haben gequatscht, ich bin jetzt insgesamt 36€ ärmer, und unheimlich froh wieder aus der Stadt raus zu sein.

Ich bin super fertig. Total am Ende. Warum? Habe keine Energie, stehe dauerhaft unter Spannung und könnte ständig heulen. ES NERVT.

Am Montag habe ich um 9 Uhr einen Termin bei Frau Psychiaterin. Habe um einen früheren Termin gebeten. Werde sie bitten, mich krank zu schreiben. Packe das mit dem Studium im Moment nicht. Komm mit dem Stress nicht zurecht. Das Semester hat ja noch nicht mal angefangen und ich bin schon fertig mit den Nerven….

Jetzt den Abend mit unserem neuen, größeren Flat und nem Spiel oder nem Film ausklingen lassen.

Und mit Wein. Viel Wein. Alkohol mag keine Lösung sein, aber temporär doch sehr angenehm.