31. März 2015

Es geht mir…beschissen. Nachts weinen, von der Vergangenheit träumen, mit Panik aufwachen. Enorme Zukunftsängste, wie Schläge in den Magen. Unglaublicher Selbsthass. Heute Sport gemacht. Wenn ich es vom Standpunkt der Selbstbestrafung aus mache, klappt es wesentlich besser. Also jetzt jeden 2. Tag laufen bis ich kotzen muss. Ansonsten halt so wenig wie möglich essen. Kann ja so nicht mehr weiter gehen… Morgen wieder ein langer Uni-Tag, sprich bis 18 Uhr. Und das bei 24°C laut Wettervorhersage. Ganz fantastisch. Ich hab jetzt schon absolut die Schnauze voll. Suizidgedanken werden häufiger und häufiger. Aber kein konkretes Datum. Also kein Grund zur Sorge. Und nach außen hin ist alles gut. Wie immer halt. Ich bin zu sehr in dieser Rolle drin, komm da nicht raus. Möchte ich auch nicht. So ist es für alle am einfachsten, am besten. Mein Leben ist eine einzige Katastrophe, und ich jammer mal wieder nur noch. Anderen geht es viel schlechter. Und ich jammer. Erbärmlich und verachtenswert. Ich wäre weiß Gott kein Verlust für diese Welt…

Lonely

Und dann liege ich nachts um 2 wach, Tränen tropfen auf mein Bett, denn die Erkenntnis war hart: Die letzten Tage liefen in Ordnung, aber nur, weil ich mich selbst belogen habe. Mein Leben ist kaputt, total kaputt. Ich kriege nichts hin, und das wird auch so bleiben.

Erinnerungen haben mir das Herz zerrissen. Das Thema der Vergangenheit; ich im Krankenhaus; Erinnerungen an die Schulzeit, und an die schlimme Zeit in der Klinik.

Dementsprechend fertig bin ich heute.

Und ich fühl ich so unglaublich allein. Mit meinen Eltern kann ich einfach nicht reden, es geht nicht. Therapie ist nicht mehr, habe jetzt nur noch ein paar Mal alle 4 Wochen zum ausklingen lassen… Jetzt bleibt mir nur noch dieses Tagebuch….sonst habe ich nichts…

Fühle mich grade innerlich total leer, kalt, und kaputt. Bin so erschöpft dass ich wohl den ganzen Tag einfach nur schlafen werde. Der Selbstverletzungsdruck ist wieder ganz oben, und auch die Suizidgedanken sind wieder ständig präsent….

Nehme mir jetzt meine Hunde, mein einziger kleiner Lichtblick in diesem Leben, und kuschel mich mit ihnen in meinem Zimmer aufs Sofa, mit Kerzen meinen 1000 Kissen und Decken.

Mein Kampf mit der Veränderung.

Ich bin dabei gerade viel zu ändern. Einfach weil es sein muss. So kann es doch nicht weitergehen. Ich kann nicht länger Tag für Tag nur vor mich hin vegetieren, mich selbst bemitleiden….Ich will das so nicht mehr. Und deswegen hol ich gerade irgendwo aus den Tiefen meines Ichs noch den letzten Rest Energie, und fange an. Angefangen heute, mit einer neuen Frisur. Morgen geht es weiter – Zimmer aufräumen und Uni-Sachen sortieren und Ordnung reinbringen. Ab Freitag beginnt dann mein Sport-Programm. Möglichst jeden 2. bis 3. Tag Sport. Egal wie. Hauptsache Bewegung und ein paar Kalorien verbrennen. Ich muss so dringend abnehmen. Kann gar nicht mehr in den Spiegel schauen, es widert mich an. Das Haus zu verlassen und anderen Menschen unter die Augen kommen ist psychische Folter. Aber ich bin die einzige die daran etwas ändern kann. Die Ernährung hab ich ja schon vor einiger Zeit wieder auf koplett vegan umgestellt – und siehe da: ich habs mir damals nicht nur eingebildet, es geht mir körperlich besser. (und auch psychisch, da das schlechte Gewissen wegfällt, und FA’s sogar ein bisschen weniger geworden sind…)

Ein Teil in mir lacht mich gerade hart aus. Als ob ich das alles schaffen würde….Hab doch heute schon wieder 45 Minuten gebraucht bis ichs überhaupt mal aus dem Bett raus geschafft habe...Naja, we will see.

Nebenbei kämpfe ich natürlich weiter fleißig mehrmals am Tag gegen starke Suizidgedanken, Selbstverletzungsdruck und Flashbacks bzw. Erinnerungen, die mich auch bis in die Nacht hinein verfolgen. Die letzte Zeit mit den vielen Gesprächen hat so viel wieder an die Oberfläche geholt, was ich davor monatelang halbwegs erfolgreich begraben hatte…Verdammt…Und schon bin ich wieder zurück im Jammermodus. Mädchen, Millionen von Menschen geht es schlechter, also halts Maul und reiß dich einfach mal zusammen, schreien die Stimmen…Werde jetzt einfach ins Bett gehen. Muss eh mind. ne Stunde einplanen bis ich halbwegs schlafen werden, und muss morgen schon um halb sechs wieder raus und ab zur Uni -.-

21. Mai 2015

sitze in der Sbahn, auf dem Weg in einen langen Tag… Möchte eigentlich nur in mein Bett und schlafen, die ganze Zeit nur schlafen… Habe echt überlegt daheim zu bleiben… Aber hab gestern ein Buch bestellt dass ich heute abholen will, und wenn ich dann eh nach München fahre, dann kann ich auch zur Uni gehen. Scheiß Leben.

Heute bis 18 Uhr. Ich hasse diese ewig langen Tage so sehr. Ich bin ja oft mit einer Vorlesung schon überfordert…

Es ist alles immer noch so schwer, so dunkel und kalt. Ich habe das Gefühl ich komme aus diesen Tief überhaupt nicht mehr raus.

Flüchte mich mal wieder in Bücher und Geschichten, denn die Realität ertrage ich nicht. Und bin ich grade nicht auf der Flucht in einem Buch, schlafe ich. Aber der Schlaf wird nie reichen….

Jammermodus

dieses Wetter ist einfach nur unerträglich. ES IST VIEL ZU HEIß 😭😫 alle in Tshirt oder Sommerkleidchen, und ich in Hose und Cardigan. Einmal mehr hasse ich mich dafür mir diese Narben verpasst zu haben. Und die Menschen die mich dafür von oben herab anschauen auch….

Da kommen noch harte 2 Monate auf mich zu. Und das auch noch meist im dritten Stock unterm Dach wo es sich so richtig aufheizt und es jetzt bei 25 Grad schon vollkommen unerträglich ist. 

Mein Kreislauf findet die Hitze auch nicht lustig. Mir ist schlecht und schwindlig, Hände und Beine zittern….

Wenn wir jetzt noch in Literatur und Film im sozialistischen Realismus nen Film schauen, werde ich vermutlich einschlafen, weil ich einfach trotz 7 Tassen Kaffee nur noch müde und kaputt bin. 

Jammermodus Ende.  

11. Mai 2015

um halb eins aus dem Haus gegangen, 2 Vorlesungen, um halb acht wieder zuhause gewesen. Erstmal fett (wie gut das Wort doch im Bezug auf mich passt) mit Essen kompensiert. 

Jetzt einfach nur noch Mega erschöpft. Kann kaum die Augen offen halten. Liege in heißem Wasser. Bin vor Erschöpfung und innerer Kälte total durchgefroren. 

Möchte nur noch ins Bett. Morgen um halb sechs aufstehen. Bitte erschießt mich doch irgendjemand…. 

Ich wiederhole mich, egal – ich bin so müde vom Leben…. 

über Grenzen gehen

habe mich für die 2 Vorlesungen heute Nachmittag noch an die Uni gequält. Dass ich die heute Morgen verpasst habe fühlt sich schon unerträglich an. 

Es ist so unglaublich heiß. Zu heiß. Langärmlig und mit langer Hose durch den Tag. Es ist die reinste Qual. 

Aber ich funktioniere. Scheiß auf alles. Ich muss das alles irgendwie auf die Reihe kriegen. Auch wenn ich für dieses Semester schon jegliche Hoffnung komplett begraben habe….

Dunkler, trauriger Abend.

Angst.Angst.Angst.Angst.Angst.

Schmerz.Schmerz.Schmerz.Schmerz.Schmerz.

Verzweiflung.Verzweiflung.Verzweiflung.Verzweiflung.Verzweiflung.

Bin grade dezent ratlos. Mein Verstand sagt, ich brauche Hilfe. Der ganze Rest sagt NEIN.

Weiß nicht weiter. Lache und spiele die gut gelaunte. Weil ich mir nicht anders zu helfen weiß.

am schlimmsten ist das Gefühl, morgen wieder so krass funktionieren zu müssen. Nicht einfach nur schlafen und weinen zu können. Mich nicht einfach nur verkriechen kann.

Soll ich einfach? Nein. Muss funktionieren. Muss durchhalten. Kann mich nicht länger so anstellen.

Suizidgedanken. Selbstverletzungsgedanken. Suizidgedanken. Laute Stimmen in meinem Kopf.

Alles ist so kalt. Ich zittere, innerlich und äußerlich. Höre aber nicht auf zu lächeln. Muss weiterkämpfen. Wie auch immer. Der Weg ist nicht wichtig, nur das Ergebnis. Dann geh ich halt kaputt (Haha, als ob ich das nicht schon wäre) ……